Paws & Personality

Bisschen Hund, bisschen Wahnsinn - Bestimmte Hunderassen verbieten?

Sandra Oliver, Jana Eichhorst Season 2 Episode 137

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„Border Collies gehören in Privathand verboten.“ Dieser Satz kann schnell fallen, vor allem wenn man gestresste, schreiende Hunde beim Agility oder zwanghaftes Fixieren von Bewegungsreizen sieht. Wir nehmen ein provokantes Reel als Aufhänger und sprechen ehrlich darüber, was am Vorwurf stimmt, was verkürzt ist und warum uns das Wort „gestört“ so massiv anpiekt.

Wenn du gerade über einen Border Collie oder eine andere Arbeitsrasse nachdenkst, hör rein, teil die Folge mit jemandem, der Hunde liebt, und lass uns eine Bewertung da. Welche Erfahrungen hast du mit Reizoffenheit, Hundesport oder „zu viel Hund“ gemacht?

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„paws & personality®" ist ein Podcast von Sandra Oliver.

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Fotografie: Christiane Münchhausen | ...

Hinweis Zu Ton Und Aussetzern

SPEAKER_00

Eine kleine Anmerkung. Wir hatten leider bei der Aufnahme dieser Folge ganz schöne Internetprobleme und es hat immer mal so ein bisschen gehangen. Das heißt, manchmal sind Worte oder Satzteile verschluckt. Ich habe das jetzt trotzdem so gelassen und die Folge so genutzt, weil auch einfach leider die Zeit fehlt, das nochmal neu aufzunehmen. Ich hoffe, ihr kommt damit zurecht und fügt zur Not Sachen gedanklich ein. Ihr könnt da ja auch sehr kreativ und wild sein, wenn ihr wollt. Letztendlich ist das sowieso eine Folge mit ganz, ganz viel unserer Meinung und auch vielen Impulsen, in welche Richtung vielleicht noch recherchiert werden könnte, wenn einen dieses Thema interessiert, betrifft, anpiekt, was auch immer. Und ja, ich wünsche euch mit dem bisschen Wahnsinn ganz viel Spaß.

Provokante These Zum Rasseverbot

SPEAKER_00

Hallihallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Pause Personality. Bisschen Hund, bisschen Wahnsinn. Wahnsinn ist auch so ein bisschen, vielleicht ein mögliches Stichwort der Folge. Ich habe mir natürlich wieder Jana dazu geholt bei diesem Format. Und wir wollen heute mal über ein Reel sprechen von Alex Hundekoach auf Instagram, der sehr provokant, und ich unterstelle ihm ein ganz kleines bisschen Rage-Bait, in den Raum geworfen hat, dass es Rassen gibt, die nicht in Privathand gehalten werden sollten und verboten gehören. Und er hat angefangen mit, und deswegen sind wir zwar jetzt hier, mit dem Border-Collie-Frechheit. Alle anderen Rassen werden uns natürlich scheißegal, aber nicht der Border-Collie. Nein. Also wir werden das jetzt sicherlich auch generell ein bisschen beleuchten und nicht nur und ausschließlich über den Border Collie sprechen. Aber trotzdem werden wir natürlich erstmal damit anfangen, was er dem Border Collie so vorwirft und warum er der Meinung ist. Und er hat es auch ganz klar hingeschrieben, dass es eine Meinung ist und dass er natürlich keinen Anspruch auf Recht haben quasi hat. Ja, jetzt habe ich den Faden des Satzes verloren. Ich weiß nicht, wie ich den Satz angefangen habe und wie beende ich den jetzt. Ja, wir werden seine Meinung einfach mal besprechen. Hallo, Jana. Und unsere Meinung dazugeben. Genau. Ich versuche mal, seine Thesen ganz, ganz kurz in Stichpunkte hier zusammenzufassen. Er ist halt der Meinung, dass die durch Selektion beim Border Collie vorhandenen Verhaltensweisen nicht sinnvoll sind in privater Hand. Denn sie seit oder sind es natürlich auch visuell reizoffen. Und das Motivations- und Belohnungssystem, das interne, würde wohl bei jeder Kleinigkeit anspringen. Das macht sie für die Arbeit gut. Für den normalen Menschen soll es sie ungeeignet machen. Er unterstellt ihnen damit auch eine gewisse Gestörtheit, um zum Beispiel auch im Agility immer schnellere Ergebnisse und die hohe Beweglichkeit dann mit auszunutzen. Ja, jetzt ist so die Frage, dann wirft er noch die Ethik ein, aber ich glaube, ich weiß nicht, ob wir das nicht noch nach hinten schieben, um mehrere Punkte nacheinander abzuarbeiten. Denn er geht dann auch noch mit ein auf den Punkt der Tierausbeutung und auf Zwangsverhalten. So, Jana, dein erster Impuls, Andra.

SPEAKER_02

Also mein erster Impuls, wenn man das liest, ich fand den Anfang gar nicht so verkehrt, weil der Border-Collie durchaus eine Rasse ist, wo ich sage, ist definitiv nicht für jedermann. Aber er geht dann halt wieder weiter. Das ist das, wo du ihm dann halt auch die bestimmten Sachen davor wirfst, in Anführungsstrichen, wo ich mir denke, jein, nein, ich weiß nicht. Also irgendwie müssten wir halt anfangen, zum einen, finde ich, ist, das hast du ja auch nicht nur den Border-Collie. Wir werden jetzt einfach wahrscheinlich gezielter auf den Border-Collie eingehen, nicht nur weil er es in seinem Post hat, sondern auch weil Collis besitzen. Aber ich finde es ganz wichtig zu sagen, ich glaube, es betrifft am Ende jede Arbeitsrasse, die für irgendeinen bestimmten Zweck gezüchtet wurde und dadurch über die genetische Veranlagerung ziemlich viele Sachen einfach mitbringt. Und ja, womit fangen wir an? Womit hatte er angefangen? Entschuldige bitte, was hattest du gerade gesagt? Wir können einfach mal stichpunktartig wirklich durchgehen.

SPEAKER_00

Also er hat damit angefangen, dass die Border-Colleys natürlich extrem visuell reizoffen sind, dass interne Motivations- und Belohnungssystem bei jeder Kleinigkeit anspringt, was sie für die Arbeit gut macht und dass man auch beim Agility diese Kombi aus Beweglichkeit und Gestörtheit für immer schnellere Ergebnisse nutzt. Ich habe das jetzt einfach mal so ein bisschen betont, weil das natürlich ein Wort ist, was bei uns Border-Colli-Menschen, ich mag das Wort Triggern nicht mehr verwenden, ich habe aber auch noch kein Alternativwort. Ja, weil es ja so bewusste Sprachdings. Ja, aber Triggern ist wieder was, Psycho, da können wir ein andermal drüber reden, warum man Trigger nicht verwenden sollte. Da geht es um PTBS und so weiter. Aber mir fällt gerade, ja, es löst halt etwas in uns aus. Ein bisschen einen gewissen Widerstand.

SPEAKER_02

Ja, also ich finde, den ersten Absatz, dem stimme ich total zu. Also das ist ja einfach eine Rasse, die total reizoffen ist, die auf Bewegungen extrem reagiert und so weiter und so fort. Und deswegen finde ich es auch, was ich eben schon gesagt habe, ist eben nicht für jedermann. Also nicht für Liesen Müller, die zweimal um den Block geht und jetzt sind wir beim Hundesport, das, was uns triggert, auch wenn du das nicht mehr nutzen willst, das, was uns, wir sagen jetzt einfach Trigger, ist egal. Wir überlegen uns fürs nächste Mal dann was anderes und besprechen, was wir da sagen können. Das, was uns anpiekst. Anpiekst. Okay, dann nehmen wir das Wort anpieksen, das, was uns anpiekst. Und ich bin durchaus der Meinung, dass es auch bei uns im Hundesport genug Leute gibt, mehr als genug Leute, wo ich sagen würde, holt euch bitte keinen Border-Collie. Oder warum habt ihr euch den Border-Collie geholt? Weil natürlich gibt es da Leute, die fangen vielleicht mit einem netten Mischlingshund an und wollen dann immer schneller höher weiter und sagen dann, okay, es muss der Border Collie sein, ohne sich in irgendeiner Art und Weise mit dieser Rasse auseinanderzusetzen vorher, was das denn bedeutet, einen Border-Collie zu haben. Holen sich den dann und spielen, übertrieben gesagt, von Tag 1 Bällchen, machen den total heiß auf Spielzeug und pushen den ohne Ende, damit der möglichst schnell am Ende durch den Aggie-Parcours fliegt. Aber das sind eben die, die kein Border-Collie haben sollten. Wenn ich jetzt auf mich gucke oder auch auf dich, denke ich mir halt so, bei dir ist es sogar nochmal krasser. Ich arbeite ja durchaus auch von Anfang an mit Spielzeug, aber ich schaue immer, dass da eine Frustrationstoleranz aufgebaut wird und vor allen Dingen eine Impulskontrolle. Das heißt,

Reizoffenheit Und Agility Am Rand

SPEAKER_02

dass ich nicht einfach meinen Hund von Tag 1 dem Balli hinterherjagen lasse, sondern schaue, dass diese ganzen Bewegungsreize sehr kontrolliert ablaufen. Und zwar von mir kontrolliert, dass er sich die eben nicht selber sucht, wenn wir jetzt hier beim Kontext Hundesport sind, weil Kontextalltag ist auch nochmal ein ganz, ganz wichtiger Punkt, zu dem man vielleicht auch noch eingehen kann. Aber beim Hundesport würde ich jetzt für mich sagen, ich pushe meine Hunde in Anführungsstrichen schon, aber kontrolliert. Und wenn wir da jetzt auch das Thema.

SPEAKER_00

Ja, vielleicht dazu als Ergänzung, damit, weil im Kopf entstehen ja ganz schnell Bilder, wenn man sagt, man pusht den Hund. Bilder, die für Leute von außen ganz viel entstehen oder für welche, die vielleicht auch einfach mal zur Fashionzeit im Fashionort waren, sind ja dann schreiende Hunde am Parcours, die es nicht aushalten, dass sich da drin was bewegt. Ja, die zwischen den Einheiten vielleicht raus ins Auto gebracht werden müssen, in die Box, damit sie überhaupt klarkommen, damit sie überhaupt irgendwie ansatzweise diesen Sport machen können. Aber das meinen wir persönlich ja nicht. Also eigentlich könntest du Pushen bei dir auch durch Motivieren ersetzen. Ja. So dass der Uhr und setzt eine gezielte Motivation. Du willst aber nicht, dass die am Rand durchdrehen, dass der Border-Collie vielleicht da nicht sich an den Rand legt und einschläft und sagt, ja, hier macht mal euer Ding, ist eine andere Sache. Und auch da mag es Exemplare geben, die das können. Aber im Großen und Ganzen ist der Border Collie natürlich schon ein bisschen aufmerksamer, finde ich, am Rand als Mischling XYZ, der vielleicht nach seiner Trainingseinheit sagt, oh ja, okay, jetzt sind die anderen dran, jetzt kann ich jetzt chillen. Aber es ist halt nicht so gut. Oder auch, also da sind da bei Rassung und schreiben die meisten Aussis.

SPEAKER_02

Also die meisten natürlich, auch da wieder nicht alle, Thema Pauschalisierungen, aber ich kenne super viele Aussis, die am Parcoursrand beim Aggie wirklich entspannt sind, ohne dass du viel dafür tun musst. Und im Regelfall ist es beim Border genau andersrum. Du musst dafür, dass sie eben nicht am Rand durchdrehen, viel dafür tun. Je nach Hund deutlich mehr. Du hast Exemplarit, auch da geht es wirklich leicht, aber wenn ich mir einen Kiez angucke, das war wirklich schwere Arbeit für alle von uns, dass der am Rand in Anführungsstrichen entspannt ist. Und das ist das, was du gerade sagst. Die wenigsten Border-Colllies sind am Rand so entspannt, dass sie komplett schlafen. Aber Entspannung in dem Sinne, dass sie einfach dort liegen, ohne zu schreien, dass sie jederzeit ansprechbar sind und einfach nur da liegen, gucken, ohne sich komplett hochzudrehen. Das finde ich an uns haltern, weil das bringt die Rasse durchaus mit. Die meisten jedenfalls, dass wenn man gar nichts dafür tut und dann, jetzt benutze ich wirklich das Wort pushen, die Hunde einfach schreien lässt, dass die dann komplett drüber sind. Und das finde ich persönlich richtig schrecklich. Da ist ein Stresslevel für den Hund, was finde ich nicht mehr gesund ist. Und ich habe mir damals beim Kiet zum Beispiel auch wirklich gedacht, wenn ich das nicht hinkriege, dass der am Rand weniger Stress hat, als er damals am Anfang hatte. Und der hatte ja den Stress schon gar keine Agility mit ihm gemacht hat. Der hat einfach nur zugeguckt und die Bewegungsreize haben das so bei ihm ausgelöst, dass der am Rand geschrien hat. Er hat es eine Hürde genommen hat, eine Tunnel genommen hat oder irgendwas. Es waren wirklich nur diese Bewegungsreize. Und ich war da als erster Border-Collie wirklich frustriert und dachte mir, wenn ich das nicht hinkriege, dann war es das für mich mit dem Agility. Ich möchte meinen Hund nicht in dieses Stresslevel bringen, dann lasse ich das mit dem Sport. Also das war für mich diese beiden Alternativen. Entweder ich kriege es das Ganze oder ich lasse es. Wir haben es hingekriegt und ich muss auch sagen, mit allen weiteren war das Thema deutlich leichter. Aber ja, das ist wieder der Punkt, wo ich sage, das liegt halt am Halter, der das Ganze wirklich im Hinterkopf hat, weil das bringt der Border Collie wirklich mit, dass der sich am Rand da abschießt, in Anführungsstrichen.

SPEAKER_00

Würdest du denn aber sagen, dass das alle Bordercolllies mitbringen?

SPEAKER_02

Da sind wir wieder im Pauschalisieren. Ich kenne auch ein paar, sind komplett tiefe entspannt, aber wirklich die wenigsten. Also die Allerwenigsten.

SPEAKER_00

Was ich halt wenig kenne, weil natürlich da, wo wir Agility machen und wo wir trainieren und wo wir auf Turniere gehen und so, das ist ja schon so ein bisschen der Bereich, wo auch viel drumherum um Leistung, wo es um Leistung geht, auch wenn ich jetzt hier nicht irgendwie ganz oben mitlaufe. Trotzdem trainiere ich ja nun mal im HSZ zum Beispiel. Und da sind natürlich schon sehr viele Hunde, die gezielt auch für den Sport angeschafft worden, gezielt für den Sport gezüchtet wurden teilweise und die all das auch mitbringen. Gleichzeitig frage ich mich aber, oder andersrum, ich habe auf Facebook, ich bin da sehr lange nicht mehr gewesen. Aber da gibt es ja zum Beispiel auch diese Border-Collie-Gruppe, Border-Collie-Freunde oder ich weiß nicht, wie sie heißt. Also eine Gruppe mit 10.000 Leuten. Ich weiß nicht, wie viele Border-Collie-Menschen, wovon die wenigsten Sportler sind. Die meisten haben diese Hunde so im Alltag einfach mitlaufen. Und ganz, ganz viele berichten halt dann auch oder haben vor drei, vier Jahren, als ich da noch regelmäßig mal reingeguckt habe, halt auch erzählt, naja, wenn du dem am Anfang so ein bisschen Ruhe beibringst, sind die alle problemlos. Easy peasy. Unfassbar viele Showlinien. Also ganz viele Plüschy-Borders, ganz viele Showlinien. Und das habe ich so im Hinterkopf: dieses, wir kennen natürlich ganz viele Sportboarder oder auch du beim Hüten, die Leistungszuchten, also die, die wirklich noch arbeiten, die auch noch zum Hüten gehen. Ich kenne gar nicht so viele Showlinienborder persönlich. Ich weiß nicht, ob die noch so irre sind. Ich weiß es einfach nicht. Das weiß ich auch nicht, aber er gibt es nicht mehr.

SPEAKER_02

Wirklich explizit auch auf die Hundesportler ein, gezielt auch aufs Agility.

SPEAKER_00

Aber er sagt pauschal der Border-Collie. Er sagt ja nicht die Arbeitslinie. Er sagt eine Arbeitsrasse, ja, aber es gibt halt verschiedene Linien.

SPEAKER_02

Ja, gut, mit den Linien weiß ich jetzt auch nicht. Also es ist halt so, wie du es sagst, wir haben halt mit den Leistungslinien mehr zu tun. Ich weiß, dass es beim Aussie tatsächlich eher sogar andersrum ist, dass da die Showlinien meistens gestresster sind und deutlich hibbeliger sind. Ich weiß, als ich damals mit Kiez zur Sportphänotypisierung war, da war ich auf einer Ausstellung, da war ich ehrlich gesagt schockiert, wie gestresst dort manche Hunde waren, obwohl da ganz offensichtlich nichts war, außer rumstehen und einmal um die anderen Hunde drumlaufen. Also da dachte ich für mich damals noch so, okay, das ist jetzt die Showlinie, möchte ich vielleicht nicht haben. Also der Kiez ist da eingeschlafen, dem war das komplett langweilig und dort waren wirklich gestresste Hunde, die dort gekört wurden. Aber da sind wir wieder am Thema Zucht, ne? Also weiß ich nicht, ob es jetzt denn die Richtung gehen sollte oder wir halt eher ja auf diese

Pushen Oder Motivieren Mit Kontrolle

SPEAKER_02

ja, rasch.

SPEAKER_00

Aber ich glaube, wir können letztendlich na, ich weiß nicht, ich glaube, letztendlich dürfen wir alle Punkte mal ansprechen, weil Zucht, wenn wir jetzt bei der Zucht sind, bevor wir dann wieder zurückgehen zum, was erwartet mich mit dem Border und worauf sollte ich achten und so weiter, Zucht ist ja genau das Thema. Und das ist ja auch das, was die im Moment, wie hieß sie, sagt bloß, ich habe jetzt Schafzucht Lüttgenhaus, die darunter kommentiert hat, was sie auch.

SPEAKER_02

Wenn ihr euch den Beitrag durchliest, genau das ist es.

SPEAKER_00

Sie hat einen geiles Kommentar, einen geilen Kommentar geschrieben. Also wirklich, der ist aber solange ich glaube nicht so gut. Wir werden das jetzt eigentlich aufdröseln und sagen, also von daher. Genau. Sie halt auch nochmal anspricht, dass natürlich eine Zucht von Arbeitshunden, die gute Arbeitshunde machen möchte, züchten möchte, in die Welt setzen möchte, sehr darauf achtet, dass der Hund eben nicht gestört ist, sondern dass er ansprechbar ist, dass er abschalten kann, dass er Regenerationspausen auch wirklich dafür nutzt, wozu sie da sind, nämlich zur Regeneration und nicht für die Suche nach dem nächsten auslösenden Reiz. Also ja, dass er dann einfach nicht.

SPEAKER_02

Nicht nur in den Pausen, also am Ende ist es ja auch in der Arbeit, ne? Also kein Schäfer kann einen Border Collie gebrauchen, der gestört, ich benutze das Wort jetzt wieder mit Absicht, am Vieh ist, der komplett drüber ist und überhaupt nicht mehr ansprechbar ist. Also der dann halt einfach nicht klar im Kopf ist. Und das hatten wir ja auch schon ganz oft in unseren Folgen, egal ob im Border Collie oder nicht, bei der Zucht ist es halt nicht nur wichtig, auf die Gesundheit zu achten, sondern auf den Charakter, dass der Hund eben klar im Kopf ist und nicht gestört.

SPEAKER_00

Ja, und das ist halt auch so meine These, dass ganz viele Verhaltensprobleme daher rühren, dass du ganz viele Vermehrer hast, weil der Border-Collie ist halt in. Also der kommt hier bei, wie heißen sie Ninja Dogs Stingsi, Bumsi, Top Dog Germany, genau. Viele Border-Collis, mega toll, ne? Alle wollen Border-Collis, dann noch die super geilen Sonderfarben und Merle in allen möglichen Schattierungen und ich warte noch auf den Silber-Border-Collie mit die Loot gehen und so weiter. Also du hast unfassbar viele Vermehrer, ach auch das noch. Unfassbar viele Vermehrer, die den Border-Collie halt auf den Markt werfen, weil er so beliebt ist und erwünscht ist. Und wo halt einen Scheiß gegeben wird auf den Charakter. Und natürlich, wenn du dann noch Menschen hast, die sich nicht informiert haben, die den Border Collie einfach niedlich finden, die dann einen Hund bekommen, der sowieso schon charakterlich eventuell nicht so klar im Kopf ist, die nicht wissen, worauf sie achten müssen. Ja, super, Sprengstoff direkt da.

SPEAKER_02

Das ist es halt. Also am Ende ist es zum einen natürlich die Zucht, aber und dann, ich glaube halt auch, da sind wir jetzt wieder beim Halter, das, was du gerade angesprochen hast, du kannst halt beim Border Collie und das relativ leicht auch den bestgezüchteten Hund, also den charakterfestesten Hund, wenn wir es so nennen wollen, in eine Gestörtheit bringen. Das geht und das geht leider sehr, sehr, sehr schnell. Und wenn wir da bei unseren Hunden bleiben, ich würde jetzt kein nicht sagen, dass irgendeiner davon gestört ist, aber auch wir hatten ja durchaus Baustellen und wenn ich da zum Beispiel an Pets Wassersucht denke, beim Border Collie ist es halt so, dass es extrem schnell gehen kann. Also du lässt zwei, dreimal Sachen laufen, weil du denkst, ach, ist lustig, oder man hat sie auch vielleicht einfach gar nicht auf dem Schirm. Und zack, adaptiert der Hund das Verhalten und hat es so festgespeichert, dass um das dann wieder so ein Strichen ein ganz schön harter Weg ist.

SPEAKER_00

Ja, und zwei, dreimal manchmal reicht einmal. Also total krass, der Bordercolli lernt sehr schnell, der hat einmal mit einem Verhalten krassen Erfolg oder krasse Dopamin- und Endorphinausschüttungen, wie auch immer, und zack, schon hast du, hast du ein Problem. Also es war ja nicht so, dass ich PET zugeguckt habe am Wasser. Hast du mir auch nicht unterstellt? Nein, nein, nein. Es ist aber einfach so für die Menschen, dass die einfach mal wissen, wie krass das sein kann, sondern wir kommen ins Wasser, er so, oh, geil Wasser, springt rein, Wasser spritzt und er so, ah, geil. Das ist es, ne? Und damit war das Thema gegessen. Also da ging es dann los mit Arbeiten. Und jetzt meint Alex ja zum Beispiel auch, wie sinnvoll ist es, sich so einen Hund zu holen, wo man so krass gegen die Anlagen arbeiten muss, damit er alltagstauglich ist. Ja, wenn wir das jetzt nehmen, dann müssten wir, ich weiß auch nicht, unfassbar viele Rassen rauswerfen und verbieten und den Leuten nicht mehr in Privathand geben, weil wir bei ganz, ganz vielen Rassen gegen die Anlagen arbeiten.

SPEAKER_02

Also man muss halt, da sind wir wieder beim Thema Anschaffung, sich bewusst sein, was man sich da holt, worauf man gegebenenfalls achten muss. Wie halt beim Border Collie jetzt das Beispiel Wasser, das Wasserspritz. Oder ich habe auch noch ein Beispiel bei dem, in dem Kontext mit Winden. Wir haben ja hier so einen Sonnensegel und das ist gespannt mit so einem langen Faden. Und wenn da Wind durchweht, dann flattert dieser Faden und macht ein Geräusch. Und sie hat sich das am Anfang kurz angeguckt. Und ich glaube, wäre ich da wirklich kompletter Anfänger beim Border Collie gewesen, hätte ich das relativ lange laufen lassen, weil sie hat einfach nur hochgeguckt. Ich habe aber relativ schnell, Gott sei Dank, gecheckt, so sie guckt das nicht nur hoch. Das ist für sie schon ein Trigger, da sind wir wieder beim Border-Collie. Anpieksen, ein Bewegungsreiz, weil sie das einfach nur flattern sieht. Sie sieht das flattern und dann war sie da eben nicht unsicher, ja, die Route ging unterm Bauch, da sind wir wieder beim Thema Körpersprache, ist halt da auch ein bisschen anders beim Border Collie. Und ich habe das sehr, sehr schnell unterbunden und habe ihr gesagt, lass es, du hast das nicht anzugucken. Einfach damit sie sich da nicht reinsteigert und ich irgendwann wirklich ein Problem habe. Deswegen gibt es auch genug Bordercolllies, die Schatten jagen oder Fliegen jagen oder das Pet-Beispiel Wasser jagen ohne Ende. Weil das halt sehr, sehr schnell gespeichert wird und der Hund dann das Ganze sehr befriedigend findet. Sieht man aus dem Psycho aus, da sind wir wieder beim Thema, Psycho gestört. Aber es liegt halt an uns Menschen und jetzt in den Fällen war es halt relativ leicht, das Ganze dann zu unterbinden. Und wenn ich jetzt aber jemanden habe, der darauf gar nicht achtet, der das ewig lang laufen lässt, der es vielleicht beim Wasser sogar noch fördert, weil es ist ja lustig, dann hast du halt irgendwann ein Problem.

SPEAKER_00

Ja, das ist so. Aber es bedeutet halt nicht, jahrelang gegen den Hund zu arbeiten. Also, wenn du weißt, was du tust, wenn du weißt, was du dir ins Haus holst, dann ist das mal ein Thema von bei dir von zwei, dreimal sagen, Vin, lass es hier, Flatterband wird nicht gehütet. Oder bei Pet, weil der war da schon ein bisschen stärker, da waren es halt zwei, drei Monate. Aber letztendlich war das nicht viel Zeit aufs Hundeleben gesehen. Sondern es war halt die Erklärung, nee, nee, ist nicht. Und jetzt kann er ja auch am Wasser vorbeigehen, ohne dass ich was sagen muss. Also ich muss ja noch nicht mal sagen, du gehst da nicht rein, du lässt das sein, sonst irgendwas. Sondern wir joggen am Wasser vorbei, er guckt da mal hin, er guckt mich an, stellt fest, ah, Wasser ist heute nicht und er kommt weiter mit. Und der kann ja mittlerweile auch ganz normal schwimmen gehen.

SPEAKER_02

Das war ja auch nicht möglich. Aber daran siehst du ja, dass das, das ist ja jetzt einfach durch, das Thema ist geklärt. Der findet Wasser immer noch geil und das ist ja auch völlig in Ordnung. Wir wollen ihm ja gar nicht die Freude am Wasser nehmen. Wir haben einfach nur gesagt, nee, du hütest das Wasser nicht, du schießt dich da nicht weg, sondern wenn, dann machen wir das Ganze normal, entspannend für dich und dadurch ja auch für uns. Und das ist auch das, was mich leider auch bei den Hundersportlern ganz oft auch wirklich traurig macht und auch in den ganzen Insta-Stories mich selber so anpiekst, also wo ich wirklich wütend werde, ist, wenn die Hunde sich auf den Spaziergängen gegenseitig hüten. Und das als komplett normal dargestellt wird. Ich habe letztens auch jemanden dann gelesen, das ist so, ja, dann sollte man sich ja kein Border-Collie anschaffen. Man muss halt dann damit leben können, solange ich sie jederzeit ansprechen kann, dürfen die sich

Zuchtlinien, Charakter Und Vermehrer-Boom

SPEAKER_02

auch gegenseitig hüten. Und da ist für mich ein ganz, ganz fettes, rotes Ausrufezeichen mit Nein, sehe ich nicht so. Hunde, die sich die ganze Zeit auf dem Spaziergang hüten, laufen für mich nicht entspannt spazieren. Die haben sich die Aufgabe gesucht und sind die ganze Zeit in Anführungsstrichen der Arbeit. Und das ist für mich eine komplett fehlgeleitete Arbeit. Die sehen und schnüffeln und machen und tun. Also ich kenne Hunde, die gehen noch nicht mal auf, also die machen noch nicht mal Pipi, wenn die mit anderen Hunden auf dem Spaziergang sind, weil die die ganze Zeit hüten. Und das macht mich, also ich finde das unglaublich traurig. Weil das ist dann für mich wieder ein Stresslevel, das halt einfach nicht angenehm sein kann für eine lange Zeit. Und es hat halt auch nicht, der Hund kann komplett unterscheiden, also die, die das gepostet haben, also hast dir halt ein Border-Collie angeschafft, dann musst du damit leben. Nein. Also unsere Hunde können alle unterscheiden, was sie. was sie hüten dürfen und was nicht. Also die hüten hier bei mir gar nichts, außer das scharf. Ein bisschen gegenseitig hüten ist, wenn ich Ball werfen würde, was ich ja aber so gut wie nie tue. Und könnte ich denen auch sagen, lass es, leg dich an den Rand, hör auf. Aber auf einem normalen Spaziergang wird sich gar nicht gehütet. Die gehen spazieren. Die schnüffeln, die bleiben stehen, die latschen vor sich hin und die sind entspannt.

SPEAKER_00

Letztendlich ist es ja, was ja mit dem Reel irgendwie auslöst, sind ja zwei Sachen, die man diskutieren kann. Also zum einen immer wieder diese Aufklärung vor dem Hundekauf. Also ich bräuchte ja Rassen nicht verbieten, wenn die Leute sich die Hunde so ins Haus holen oder ins Leben holen würden, dass es auch passt und dass sie wissen, was auf sie zukommt. Und dass sie sich, selbst wenn sie es unterschätzen, so wie ich zum Beispiel, den Border Collie, dann halt Hilfe holen und sagen, ah, hier, guck mal, da ist dieses oder jenes Verhalten. Das habe ich dann doch unterschätzt. Was tue ich jetzt? So, ne? Auch das ist ja kein Problem, das kann ja passieren. Und dann bügelst du es halt aus, gehst damit um, erweiterst dein Wissensspektrum einfach noch ein bisschen. Und was er ja auch geschrieben hat, oder ich weiß gar nicht, ob er es hier geschrieben hat, er hat es aber schon öfter in seinem Podcast gesagt. Und ich glaube in irgendeinem Kommentar, dass seiner Meinung nach würde es genügen, man hätte bestimmte Schläge. Also man würde alle Rassen abschaffen und dann hätte man, würde man nur noch schauen, dass man kleine, mittelgroße, große Hunde züchtet in faul, nicht ganz so faul und ein bisschen sportlicher, arbeitsmütiger, wie auch immer. So. Dann hast du so ein Pool an verschiedenen charakterlichen Hunden. Also dann hast du drei verschiedene kleine Hundesorten, drei verschiedene mittlere Hundesorten und drei verschiedene große Hundesorten mit den Charakterabweichungen. Und da habe ich auch drüber nachgedacht und auch mit jemandem drüber geschrieben. Ich finde es halt, also letztendlich glaube ich, kommst du dann, wenn du Hunde für einen bestimmten Zweck brauchst, und da kommen wir dann nachher nochmal zur Tierausbeutung, wenn du Hunde zu einem bestimmten Zweck brauchst, wirst du relativ schnell mit so einem Schlaghund nicht mehr klarkommen. Weil du brauchst ja zum Beispiel für die Rettungshundearbeit oder auch für andere, für Diensthunde, du brauchst einfach bestimmte körperliche Merkmale und natürlich auch bestimmte mentale Merkmale. Das heißt, am Ende wirst du doch wieder krasser selektieren müssen und am Ende kommt wieder irgendeine Art Rasse raus. Und wenn du jetzt diese Hunde aber für eine bestimmte Tätigkeit im Menschenreich brauchst, dann wirst du auch immer Ausschuss in Anführungsstrichen haben. Wo soll denn der dann hin, wenn der in Privathand verboten ist? Also haben wir dann riesige Hundefarben, wo die alle drin sind? Oder sind wir dann wirklich so weit, dass wir sagen, jedes Nutzen in Anführungsstrichen von Hunden ist Ausbeutung. Also dürfen wir Hunde nicht mehr nutzen. Wann fängt aber Ausbeutung an, wenn ich mir einen Hund hole, weil ich der Meinung bin, ohne einen Hund geht es mir dreckig und der Hund soll mir im Alltag Stabilität geben und der Hund soll dafür sorgen, dass ich täglich dreimal rausgehe, beute ich dann den Hund auch aus. Also wann ist es dann ein psychisches Ausbeuten? Philosophischen Fragen, nicht psychologische. Das sind sehr philosophische Fragen, natürlich. Folgt mir für mehr philosophische Fragen.

SPEAKER_02

Ja, das ist ja wie Peter, die komplett von Anfang an, die, also nicht von Anfang an, aber die wollen ja, glaube ich, die komplette Haustierhaltung verbieten. Wer denen ganz recht. Genau. Ja, wo fängt es an, wo hört es auf? Schwierig. Also weiß ich nicht, ob wir da jetzt noch näher drauf eingehen wollen. Ich für mich habe nicht das Gefühl, dass ich meine Hunde ausbeute. Ich glaube aber, wenn du die Leute fragst, wird das auch keiner so sehen. Ja, ich beute meine Hunde hier aus. Es gibt bestimmt Leute, die das tun, aber wenn wir da jetzt bei den Hundesportlern sind und da sind schon der ganz große Teil, ist es nicht das Sportgerät, was uns häufig unterstellt wird, sondern Familienmitglied. Also bei mir ist der Alltag viel, viel wichtiger als irgendein Erfolg auf einem Turnier. Also das ist, ja.

SPEAKER_00

Ja, das ist halt was. Und natürlich gibt es immer Ausnahmen und ich finde es halt so krass, sich an diesen Aufnahmen so aufzuhängen. Also ich kenne auch Hunde, ich kenne sogar einen persönlich, der lebt wahrscheinlich nicht mehr, weil ich den 2015, glaube ich, kennengelernt habe im Rahmen eines Workshops, der durch eine sehr leistungsorientierte Obedience-Sportlerin kaputtgeklickert wurde. Also die hat so viel Druck gemacht und so viel trainiert und so viel alles gemacht, dass er letztendlich gar nicht mehr aus dem Auto aussteigen wollte. Also das Thema, mit dem er im Workshop war, der wurde dann abgegeben, der war dann im Tierheim und kam dann mit dem Tierheim quasi zum Workshop, war, dass er sich aus der Box gar nicht mehr rausholen lassen wollte und dann angefangen hat zu beißen und zu knurren und Zähne zu fletschen und alles mögliche. Und der hat bei ihr die letzten Wochen wohl auch nur noch unterm Bett gelegen und wollte nicht mehr vor. Also die einfach da mit sehr viel Druck ihren Hund auch kaputt waren, auch, also sie hat geklickert, sie hat den Hund natürlich auch belohnt, aber sie hat halt auch unfassbar viel Druck gemacht, sie hat unfassbar viel trainiert, der sollte ein guter Obedience-Hund sein. Also du kannst ja mit jedem Sport, kannst du Hunde ja kaputt machen. Du kannst, wenn du so ein Typ Mensch bist mit sehr, sehr viel Ehrgeiz, du kannst immer scheiße sein. Die Frage ist, wie viele Leute sind denn das wirklich? Und müssen wir dann deswegen sagen, weiß ich nicht, alle Hundesportler beuten ihre Hunde aus? Das ist so, nee. Irgendwie nau das halt für ganz viele Hauptsache.

SPEAKER_02

Aber das sind viele Hundesportler. Ja, ja, aber viele Hundesportler sollten sich halt auch da wieder vorher genauer über die Rasse informieren. Da sind wir wieder bei Informationen vorm Hunde. Es gibt echt etliche, wo ich mir denke, sorry, da hätte halt eine andere Rasse, gibt ja auch noch andere Rassen, zum Beispiel ein Shelte oder Oder, besser gepasst als der Border Collie. Weil wenn ich mir das dann anschaue, dann sehe ich das auf den Turnieren. Ich habe auch schon mit Leuten gesprochen und dann sehe ich die auf den Gassi unten auf dem Turnier. Das ist, finde ich, tatsächlich auf den, in Anführungsstrichen, Dorfturnieren, viel, viel schlecht großen Hallen. Aber da mag es das bestimmt auch geben. Und ich denke mir so für euch beide, für den Hund und für den Halter, wäre ein anderes Match-Collie haben wollten, ohne sich in irgendeiner Art und Weise mit der Rasse auseinandergesetzt zu haben. Dann sehen sie die Border-Collie, wie die funktionieren und denken sich, das ist ja ganz easy, werde ich hinkriegen und stehen dann eben im Alltag vor den Herausforderungen, die der Hund dann gegebenenfalls mit sich bringt. Und das ist dann egal, ob der klar im Kopf ist oder nicht. Weil das sind die Beispiele, die wir vorhin angesprochen haben, dass Kleinigkeiten reichen, um Verhaltensweisen beim Border Collie auszulösen und wenn ich da nicht gegen arbeite oder auch dem Border Collie keine Ruhe beibringe, etc. pp, dann auch da ist es ja wieder nicht nur der Border Collie. Da können wir auch den Kappi mit reinnehmen oder Malli, ne, das ist halt schwer.

SPEAKER_00

Aber letztendlich sind es dann halt nicht nur die Arbeitsrassen. Es sind halt nicht nur die Arbeitsrassen, wo wir gegen die Anlagen arbeiten, ne? Also wenn er das so in den Raum wirft und natürlich, er führt den Gedanken ja konsequent zu Ende mit diesen drei Schlägen. Man bräuchte ja nur so ein paar Mischi-Maschi-Hunde, die klein mittelgroß sind. Weil, na klar, du müsstest ja auch, wenn du dir einen Akita holst, musst du gegen die Anlagen arbeiten, wenn er nicht irgendwie mit dir nur im Haus und Garten lebt, damit er draußen nicht, eigentlich nicht, alle gleichgeschlechtlichen Hunde zerflettert. Wenn du dir einen Herdenschutzhund holst und du willst mit dem was Bestimmtes machen, was nicht seinen Anlagen entspricht, musst du gegen die Anlagen arbeiten, holst du dir einen Weimaraner, weil er so hübsch silberblau ist,

Alltags-Trigger Wie Wasser Und Flattern

SPEAKER_00

der aber mannscharf ist und aufpasst und wachen und beschützen will und was weiß ich nicht. Und noch jagen geht, dann musst du ständig gegen die Anlagen arbeiten. Also und dann kannst du jetzt die ganzen anderen Jagdhunderassen noch mit reinholen. Vielleicht holst du dir auch einen bellfreudigen Beagel, weil du den so niedlich findest mit den weichen Ohren, dann musst du die ganze Zeit gegen das Bellen arbeiten. Also du musst ja bei ganz vielen Rassen oder müsstest, je nachdem, wie du lebst und was deine eigenen Ansprüche sind, müsstest du gegen Anlagen arbeiten. So. Und auch da finde ich, wo ist denn die Grenze zwischen, wenn wir jetzt wieder zurück zum Bordercolli gehen, weil das etwas ist, was wir in unserem Alltag haben, wo ist die Grenze zwischen, ich arbeite gegen die Anlagen oder ich weiß um die Anlagen, fördere sie in bestimmten Bereichen meines Lebens und in anderen Bereichen meines Lebens weiß ich einfach, wo ich den Anlagen sagen muss, so, stopp, und hier gehört ihr nicht hin. Also ne, zum Beispiel, ich fördere und nutze das Verhalten im Sport oder beim Hüten. Und im Alltag sage ich, so, aber hier ist jetzt Alltag. Please entspann und mach dein Ding und lass deine Anlagen bitte da, wo sie hingehören. Und ist es dann immer noch gegen die Anlagen arbeiten oder ist es nicht einfach ein, ich weiß darum und weiß, wann ich was wie fördere oder halt nicht fördere.

SPEAKER_02

Ja, oder auch dieses Beispiel, was ich gebracht habe, sind halt Bordercolleys, die müssen sich gegenseitig hüten. Wenn die sich gegenseitig hüten, ne? Also das ist ja genau das, was du sagst.

SPEAKER_00

Du warst gerade ganz kurz weg, du musst nochmal ganz kurz zurückgehen zu müssen die sich gegenseitig hüten.

SPEAKER_02

Ja, ich hoffe eh, dass das hier alles funktioniert, weil du warst auch schon ein paar Mal weg, aber ich dachte, das wird schon irgendwie klappen und Hauptsache die Leute hören dich und ich konnte immer noch mitkriegen, was du gesagt hast. Also vielleicht müssen wir die Folge. Du musst dann einfach so kleine Schnipsel dann dazu neu einsprechen, von dir und von mir, wenn du dir dann hinterher die Folge anhörst und einfach so Brocken weg sind.

SPEAKER_00

Nein, die war nicht. Naja, wo waren wir? Irgendwie, wenn du die Leute hast, die der Meinung sind, dass die Bordercolllies in der Freizeit hüten müssen.

SPEAKER_02

Ja, genau, weil du ja gerade gesagt hast, dass du gegen bestimmte Anlagen dann anarbeiten musst, ist das halt für mich eine Anlage, gegen die ich arbeiten muss. Gott, das war der beste Satz überhaupt. Also es ist halt für mich eben nicht, der BorderCollie müsste sich hüten, weil er der BorderCollie ist, sondern das ist halt, was ich meine, für mich Stress, wenn er dauert. Weißt du, wie ich das meine? Ja, ich weiß nicht, wie du das meinst. Nee, Freizeit sollte sich dazu sein. Genau, Freizeit sollte Freizeit sein und deswegen braucht der Bordercollie trotzdem eine Aufgabe. Also das ist ja auch wieder das. Klar kann die Sport sein, aber auch da bin ich, da bin ich beim Post nicht komplett gestört. Und ich glaube, dass es ein Vorurteil ist, dass alle Bordercodys gestört sind, die beim Agi schnell sind, weil das stimmt einfach nicht. Also der Großteil, den wir kennen, ist doch eigentlich so, dass die sehr, sehr fein im Alltag sind und eben nicht gestört und trotzdem Vollgas geben. Also er könnte ja auch mit uns eine Runde spazieren gehen. Ich könnte auch drei Bälle in der Hand haben. Und wir könnten komplett entspannt spazieren gehen. Ich müsste den am Anfang einmal sagen, so, lass es. Wir spielen jetzt hier nicht, ich habe den Ball in der Hand, aber ich trage den jetzt, du hast da nicht hinzugehen, dann gucken sie einmal süß und dann gehen sie danach normal spazieren. Ohne, da sind wir jetzt beim Thema Suchtverhalten, wo wir eigentlich auch noch zu eingehen wollten, ohne die ganze Zeit an einem zu kleben und zu sagen, rück den Ball raus, rück den Ball raus, rück den Ball raus, los, los, los, los, mach, mach, mach. Nein. Meine Hunde laufen komplett entspannt, auch wenn ich einen Ball in der Hand habe. Und das ist vielleicht so ein bisschen das, was ich auch am Anfang schon meinte, was bei mir im ersten Jahr extrem wichtig ist, dass ich das halt kontrollieren kann, dass der Hund lernt, wann ist jetzt deine Aufgabe Agility, Sport, Hüten, was auch immer, und wann ist Freizeitmodus, ist eben gleich wirklich Freizeit.

SPEAKER_00

Ja, und auch da kann man ja gucken, also gerade auch Tobi hat der zum Beispiel, für alle, die nicht wissen, wovon wir reden, haha, Tobias Wüst, mehrfacher Weltmeister im Agility mit Bordercollies und Shelties, auch Border Collie-Züchter, hat ja auch Border Colllies, die man immer wieder auch in der Story sieht, wie sie locker trabend neben einem Fahrrad herlaufen. Mehrere. Easy peasy entspannt. Also weil das halt die Freizeitbeschäftigung ist. Das ist das Gassi-Fahren, die ballern da nicht sinnlos rum, die hüten sich nicht die ganze Zeit gegenseitig, die traben halt nebenher und machen Hundesachen. Und im Agility Parcours geben die halt alles. So.

unknown

Ja.

SPEAKER_00

Wo ist das Problem?

SPEAKER_02

Ja. Das ist es eigentlich, wenn wir jetzt zusammen spazieren gehen, erlebt man komplett entspannte Spaziergänge und unsere Hunde sind in dem Moment alles andere als gestört und die geben auch im Parcours alles. Also das ist, und auch da könnte man jetzt, wenn ich einen hole, wenn er weiß, es geht zum Turnier, dann bellt er am Anfang. Aber das ist kein hysterisches Bellen, sondern das ist, das macht er auch hier, wenn nicht sein Wi-Fi ist an, sagen wir dann immer lustig, hat er schon mit, hat er wirklich dolle Freude über irgendwas, dann bellt er. Dann macht er einen Wu, wu, wu, wu, wu, wu vor sich hin. Das ist dann aber, oh, wenn er damit geweckt, ja, sein wu, wu, wu. Der ist dann einfach in komplett freudiger Erregung, ohne komplett drüber zu sein. Also das ist, finde ich, auch wieder ein Unterschied, ob der Hund komplett Gaga ist und gar nicht mehr ansprechbar ist, ein Stresspegel ist oder sich einfach nur freut.

SPEAKER_00

Das ist eigentlich eine gute Überleitung zu diesem Sucht, den man doch noch eingeworfen hat. Also er hat ja, warte, Moment, wo war das? Die Frage ist ethisch, darf ich einen Hund halten? Sollte ich einen Hund halten, dessen System darauf angelegt ist, süchtig zu werden nach Bewegungsreizen? So, die Frage ist ja mit dieser Sucht, also ich habe da auch wieder länger drüber nachgedacht, ich meine, das Real ist jetzt schon ganze zwei Tage alt und ich habe da beim Spaziengien drüber nachgedacht und so weiter und ich habe ein bisschen geguckt, was ist Sucht, was definiert Sucht? Ich habe aber auch ganz und gar unfachlich einfach nur über mein Leben nachgedacht und worauf freue ich mich, was bedeutet Vorfreude, bedeutet jede Vorfreude auf irgendetwas, das ich da in eine Sucht kippen könnte, wenn ich mich auf besondere Ereignisse freue, wenn ich aber auch als Beispiel, weil da ist ja wieder diese Regelmäßigkeit, die Suchtverhalten fördern kann, wenn ich regelmäßig Sport mache, der Körper schüttet danach ganz klar auch Endorphine aus und so weiter. Das heißt, im Vorhinein wird auch Dopamin teilweise ausgeschüttet. Das sagt, ah hier, guck mal, also Dopamin als Neurotransmitter, welcher eine Belohnung ankündigt, das habe ich jetzt so im Schnell mal durchlesen, nochmal gelesen, dass Dopamin quasi gar nicht die Belohnung danach ist, sondern dass die im Vorhinein reinkickt, um zu sagen, hier, da, da könnte die Belohnung kommen. Damit du motiviert bist, etwas zu tun, also damit dein Motivationssystem einfach sehr hochgehalten wird. Und wenn du dann belohnt wirst, dann hast du dann eher wieder Endorphine und so weiter. Das heißt, wenn ich sage, ich möchte jetzt Sport machen, weil ich weiß, ich fühle mich danach gut, ist es dann schon Suchtverhalten, darf ich jetzt keinen Sport mehr machen? Also wo beginnt denn das und wo hört das auf? Und wenn mein Hund gerne etwas tut und sich darüber freut und motiviert ist, muss ich dann jetzt jedes Mal Angst haben, dass er eine Sucht kippt? Nee, muss ich doch gar nicht. Und ja, ich glaube schon, dass es Rassen gibt, die tendenziell eher dazu neigen, weil wir das zum Arbeiten halt brauchen und dass wir da achtsam sind. Und dann kommen wir wieder zurück zu, ich muss mich einfach vorm Hundekauf informieren.

SPEAKER_02

Ich meine, wenn wir über der sind und du den Sport ansprichst, kann man natürlich sagen, ja, du kannst es für dich selber aussuchen. Also du kannst ja nicht entscheiden, ob du joggen gehst oder nicht. Und der Hund lebt ja nun mal mit uns zusammen, weswegen wir ja einfach die Entscheidungen für seinen Alltag treffen und uns entscheiden, wir machen jetzt gemeinsam Hundesport. Ja, aber unfassbar viel Spaß daran. Also meine Hunde würden auch alle, bei Win weiß ich es jetzt, ich bin beim Sport auch austauschbar. Jetzt könnten wir wieder sagen, okay, es ist, weil sie süchtig sind, vielleicht auf der anderen Seite können wir es ja auch so weit kontrollieren, dann müssen wir wieder diese Sucht definieren. Also ich kann ja auch sagen, lass es und sie kommen mit und würden die einen Agility-Parcours dann stehen lassen. Wenn ich denen aber sage, hey, du arbeitest heute mit Sandra oder von mir aus auch eine Person eben gesehen und ich gebe denen quasi das Go, haben die total viel Freude würden, mit jedem durch diesen Parcours fetzen.

SPEAKER_00

Also ist die Frage, ist das ein Problem? Also weil wenn ich ein Hobby, also auch da wieder Sozialpartner, Beziehungen und so weiter, ist es denn schlimm, wenn in einem Bereich des Lebens der Sozialpartner austauschbar in Anführungsstrichen ist? Also wenn ich mit jemandem eine Beziehung habe, eine Partnerschaft habe, was auch immer, aber dieser Mensch mag zum Beispiel keinen Sport oder mag nicht reiten gehen, mag keine Pferde, was auch immer. Aber ich selber mag es total gerne. Und es gibt andere Lebewesen, die das gerne mit mir machen. Und ich mache es mit denen. Ist denn das jetzt ein Drama? Also warum nicht?

SPEAKER_02

Ich finde das tatsächlich schön. Also ich freue mich darüber, dass meine Hunde so viel Freude an bestimmten Sachen haben, dass sie das nicht nur mit mir machen, sondern eben auch mit anderen. Ja. Also ich finde das tatsächlich eine schöne Eigenschaft. Also dass sie machen. Das zeigt doch einfach nur, dass sie da wirklich genau, sie machen es nicht nur mir zu lieber. Also ich weiß, dass eine Lotte damals, mit der habe ich den Sport angefangen, die hatte da auch Spaß dran, so ist nicht. Aber am Ende war das jetzt für sie auch nicht so schlimm, als wir dann damit aufgehört haben aufgrund ihres Alters. Also das war für sie halt dann auch fein. Wohingegen der Kiez, der ist ja raus aus dem Sport, ich wirklich gefühlt immer noch unsere beiden Herzen brechen, wenn wir da auf dem Turnier sind, weil wir beide Bock drauf haben. Und das, wir machen ja trotzdem andere coole Sachen, aber es macht den Hunden halt schon unfassbar viel Spaß. Und das nicht nur, weil die total süchtig sind. Also da sind wir jetzt wieder in dieser Definition Sucht. Also weiß ich nicht. Also ich würde schon sagen, dass auf eine bestimmte, also meine Hunde schon sehr spielzeugsüchtig, in Anführungsstrichen sind. Das hatten wir eben auch schon kurz im Vorgeplänkel, weil die auf dieses Spielzeug total abgehen. Aber ich kann ihnen halt auch jederzeit sagen, sie sollen es lassen. Deswegen sind wir jetzt wieder in der Frage-Definition, sind sie dann süchtig, ja oder nein? In meinem Gefühl schon, weil sie halt wirklich drauf abgehen. Also für diesen Spielzeug halt auch deutlich wertvoller als irgendein Keks. Aber könntest du mit dem Spielzeug jetzt einen Kiez zum Beispiel, das haben wir sogar mal getestet, von meinem Grundstück weglocken? Nein. Also der läuft zehn Meter, merkt dann auch, hier ist irgendwas komisch, dreht sich um, spuckt den Bally aus und kommt wieder zurück, ohne dass man was sagen muss.

Hüten Im Spaziergang Ist Kein Freizeitmodus

SPEAKER_00

Ja, ich überlege auch gerade so ein bisschen, wo da die Grenzen sind, wann Sucht wirklich Sucht ist. Weil natürlich gibt es Hunde, die haben irgendwie haben dann diese krassen Lolli-Augen, also mit so riesigen.

SPEAKER_02

Aber das haben meine auch. Also würde ich jetzt hier einen Ball raushalten, also die schlagen jetzt. Es gibt ja auch gerade diesen Trend auf Insta, den zumindest Border-Colly, ich weiß nicht, ob du es schon angezeigt bekommen hast, aber ich eigentlich warum ein bisschen niedlich, mein Bordercollie vor und nachdem er einen Ball gezeigt bekommt. Und ja, die Augen werden riesig, auch bei meinen Hunden. Also ich würde auch sagen, bei einem Pet, die sagen, boah, geil, ein Spieli. Aber da sind wir wieder bei der Frage, wie ist denn das, wenn wir den kennen auch Hunde, und das finde ich dann wieder sehr traurig für den Hund, der dann eben an deiner Tasche klettert und die dann halt sagt, gib mir das Spielzeug, gib mir das Spielzeug, gib mir das Spielzeug, eben an nichts anderes mehr denken kann. Und dann wird es problematisch, dann ist es ein Junkie, der gar nicht anders kann. Und ich glaube, wir müssen eine gute Balance finden im Hundesport, dass der Hund entspannt sein kann, aber trotzdem ein sehr großes Interesse daran hat, motiviert mit dem Spielzeug zu arbeiten.

SPEAKER_00

Ja, aber es gibt auch Hunde, die kriegen so große Pupillen bei Futter. Sind die dann futtersüchtig? Ja, natürlich dürfen wir sie da nicht mehr füttern.

SPEAKER_02

Oder der Jagdhund, der das Reh sieht. Das ist dann wiederum mein Hunden mehr oder weniger egal. Die gucken auch, aber sagen halt, ja, ist ein Reh. Ein Swift würde sagen, was willst du mit dem blöden Ball, da ist ein Reh.

SPEAKER_00

Ja, also letztendlich ist echt so ein bisschen die Frage, ist es wirklich so krass verwerflich, die Anlagen der Hunde zu nutzen? Na, also ich habe ja auch in meinem Real, beziehungsweise in irgendeinem, ich habe ja drei Teile aufgenommen, aber erst einen draußen, gemeint, dass man da auch echt länger drüber philosophieren könnte und dann hast du immer wieder andere Gedanken, die so reinkommen. Und ich denke ja dann zusätzlich auch noch an meinen Zukund, der natürlich dafür gezüchtet wurde, zu rennen und Rennen geil zu finden. Und natürlich ist es auch ein gewisses Suchtpotenzial. Also der kann sich schon auch wegschießen über Bewegung, wenn ich da nicht drauf achte und achtsam bin. Und na klar holt er sich. Bordercollies. Ja, ja. Aber klar holt sich Swift auch einen Kick, einen Endorphin-Kick und vorher auch, wenn der die Wiese schon sieht, wird garantiert Dopamin ausgeschüttet. Garantiert, ne? Es ist ein auslösener Reiz, eine große Wiese bedeutet, nicht immer, aber oft, ich darf rennen. Und ist das dann aber automatisch schon Sucht, immer. Und wenn es Sucht ist, ist es schlimm und wie viele Menschen auf dieser Welt sind nicht nach irgendetwas süchtig? Und wieso können wir dann sagen, dass Hunde nicht nach irgendwas süchtig sein dürfen? Also warum dürfen wir zuckersüchtig, Kaffeesüchtig, Nikotinsüchtig, alkoholsüchtig, pornosüchtig, smartphonesüchtig, social media süchtig und so weiter sein. Zeige mir einen Menschen, der nicht irgendetwas irgendwo hat. Also die wird es geben natürlich, aber ich glaube, der Großteil hat irgendeine Art von Sucht. Und dann sagen wir, aber bei den Hunden ist es nicht okay.

SPEAKER_02

Ja, aber da sind wir wieder bei Klimadefinition Sucht. Also ich finde auch da ist halt, wie krass beeinträchtigt das mein Alltag, wenn wir jetzt bei uns Menschen sind. Wenn ich jetzt ans Smartphone denke, wenn ich das wirklich fast den ganzen Tag in der Hand habe und Stress kriege, sobald mein Akku bei drei kann oder so, jetzt Stress kriege, sobald dein Akku bei 3% ist? Bei 3% ist und zwar nicht, weil ich Angst habe, dass Google Maps nicht mehr geht und ich nicht nach Hause finde, sondern weil ich nicht Reels oder Beiträge auf Insta, TikTok und Com mir angucken kann, dann würde ich sagen, habe ich ein Problem, was vielleicht in eine Therapie gehört. Wenn ich aber, ne, also ich würde ja schon sagen, dass wir hier, deswegen diese Definition Sucht finde ich schwierig. Vielleicht ist es ähnlich wie beim Trigger. Vielleicht müssten wir, dass bei uns dann anders die klassischen Sinne ist, weil ich würde schon sagen, ich bin auch Social Media süchtig oder Handysüchtig, weil wie oft habe ich am Tag mein Handy in der Hand? Ich habe aber auch kein Problem damit, mal 24 Stunden mein Handy wegzulegen. Ich finde das sogar mal ganz angenehm. Da mein Handy einfach. Genau, aber da habe ich dann wirklich extrem wenig. Da bin ich. Natürlich ist es nicht, dass es. Ich mit Sicherheit an dem Tag trotzdem aufs Handy. Aber ich habe es halt eben nicht die ganze Zeit in der Hand und scrolle und mache und tue. Und aktuell habe ich zum Beispiel wieder eine Phase, wo ich gar nicht begrüße an unsere Zuhörerin Maya. Du kriegst bald wieder viele Reels von mir geschickt. So, kurzer Insider. Nee, aber ich finde, das darf halt den Alltag nicht beeinträchtigen. Und sobald ich das Problem habe, dass es den Alltag beeinträchtigt, in einer sehr starken Form. Egal ob jetzt bei uns Menschen oder beim Hund, dann sollte ich, dass das eben nicht so ist. Dass mein Hund, ohne die ganze Zeit gestresst zu sein. Und wir reden ja jetzt noch von den, ich sag jetzt mal, nicht ganz so problematischen viele, nicht nur Border-Collys, aber halt vor allen Dingen Border-Collys gibt es, die gar kein normale Leben sind, weil sie Schatten hüten, weil sie jedes kleine Licht hüten, weil sie Fliegen hüten, die sind ja so gestresst, weil die gar nicht abschalten können. Die schlafen ja dann auch kaum, weil sie ja immer diese Aufgabe haben. Und das ist halt wirklich problematisch und grenzwertig.

SPEAKER_00

Und da ist aber halt auch die Frage, wie viele sind es tatsächlich? Und da haben wir halt einfach keine Zahlen. Also auch das, wenn ich als Hundetrainer, Mensch, egal ob jetzt männlich oder weiblich, also wenn ich als Mensch, der Hunde trainiert und mit Menschen arbeitet, natürlich ständig die Fälle bei mir habe, wo es schief gegangen ist. Dann müsste ich ja aber schauen, wie viele Border-Collis, Malinoirs, Pitbulls, was auch immer gerade bei mir sich so ein bisschen häuft und wo ich so das Gefühl habe, wow, also diese Rasse, die ist ja wirklich krass problematisch und sollte überhaupt nicht gehalten werden, müsste ich aber ja gucken, wie viel gibt es denn davon in Deutschland. Wie viele gibt es davon? Dann habe ich aber natürlich leider gar nicht die offiziellen Zahlen. Also ich habe gerade mal so die VDH-Zahlen, ich habe gar nicht die ganzen Vermehrer-Zahlen, also kann ich wahrscheinlich die VDH-Zahlen nochmal mal zählen oder so machen und müsste dann ja schauen, darauf gesehen, wie viele Hunde sind denn dann noch in all den anderen Hundeschulen. Also ich müsste ja unfassbar viele Zahlen erheben, um überhaupt sagen zu können, ach so, es sind ja nur ein Prozent der Population oder ach krass, es sind 50 Prozent der Border-Collis gestört und wahnsinnig und komme überhaupt nicht klar mit dem Leben. Also das kann ich ja überhaupt nicht sagen, weil ich habe ja einfach mal nur die krassen Fälle bei mir. Ja, ja.

SPEAKER_02

Also ich, es ist wieder so ein Zwiespalt auch in meinem Kopf, weil ich grundsätzlich ganz viel ja trotzdem unterschreiben würde von dem Post. Oder auch, dass ich gerade denke, boah, ich kenne halt auch so viele gestörte Border-Collys, leider. Ich kenne aber im Gegenzug halt auch super viele, die nicht gestört sind. Und da sind wir wieder bei dieser prozentualen Erhebung. Keine Ahnung. Also wenn wir in unseren, auch auf den Sportturnieren jetzt in unserem Freundeskreis, irgendjemanden einladen, der mit uns Gassi geht, das ist ein entspannter Spazierengang. Border Collis laufen lassen oder 15. Also die Leute, mit denen ich dort spazieren gehe, da hütet sich gerade gegenseitig, die sind dann alle entspannt. Es gibt aber halt natürlich auch wieder die andere Seite, wo ich dann auch schon Bogen drum mache und denke, boah, die ballern sich da gerade wieder so weg, die armen Hunde in Anführungsstrichen. Also ich glaube, im Endeffekt kommt alles wieder, dreht sich darum, dass man sich wirklich vorm Kauf Gedanken machen sollte, was man sich da ins Haus holt. Und nicht entschnell, den will ich haben oder der ist hübsch, den will ich haben und sich dann einfach nicht klar ist, was das gegebenenfalls für Arbeit bedeutet, ne? Und ob nicht dann eine andere Rasse vielleicht besser geeignet ist. Und das habe ich leider, und das habe ich auch im Sport, auch echt schon häufig mitbekommen, dass die Leute am Ende dann sich das Ganze vorgestellt haben, anders vorgestellt haben. Und dann führt das wieder zu Frust und Stress, nicht nur beim Halter, sondern ja eben auch beim Hund, ne?

SPEAKER_00

Ja, und das hast du halt auch außerhalb des Sports. Also ganz oft ist ja so dieser Vorwurf, dass diese Arbeitsrassen so ausgenutzt werden für bestimmte Arbeiten halt, ne? Und sei es halt der Sport. Aber du hast es ja auch bei ganz normalen, in Anführungsstrichen, Familienhunden, wo die Leute sich, weil es auf Instagram so niedlich aussieht, keine Ahnung, Rasse XYZ holen und dann feststellen, oh mein Gott, ein Welpe macht ja in die Wohnung und ein Welpe schnappt am Anfang und ein Welpe macht Arbeit. Und es ist doch scheißegal, welche Rasse, wenn die Leute keinen Plan haben und nicht mehr wissen, was auf sie zukommt und heutzutage auch ganz viel gar nicht mehr zu machen.

SPEAKER_02

Entschuldigung, jetzt hast du gehangen. Du hast gerade doch, tut mir leid, ich dachte, du hast nicht fertig, aber das hat offensichtlich nur gehangen und jetzt habe ich in deinem. Oh Mann, ich sage nicht. Das ist total egal.

SPEAKER_00

Unser Internet ist heute sehr witzig. Sorry, Leute. Unser Internet hat heute Spaß.

SPEAKER_02

Und ich wollte nicht reinreden, aber ich dachte tatsächlich, du wärst fertig, aber warst du offensichtlich?

SPEAKER_00

Nee, es war einfach nur so dieses, dass die Menschen halt ganz viel überhaupt auch gar kein Durchhaltevermögen mehr haben, überhaupt an irgendwas zu arbeiten und dann ist die Rasse egal. Also dann kann ich mir erholen, was ich will, wenn ich zum einen nicht weiß, was auf mich zukommt und zum anderen selbst, wenn ich es ahne und dann feststelle, ach, es ist wirklich so, ja, scheiße, habe ich keinen Bock drauf, dann nützt es alles nichts. Dann kannst du auch einen x-beliebigen, langweiligen Mischling

Ethik, Ausbeutung Und Die Idee Der Schlaghunde

SPEAKER_00

haben, wenn der dir halt noch in die Wohnung kackt und du findest, es bescheuert, dann bist du halt so. Also, ja, das.

SPEAKER_02

Ja, deswegen ist es trotzdem bei bestimmten Ritzen einfach viel schneller dahin zu bekommen, dass es wirklich problematisch wird. Das ist halt einfach so. Also ich, ich übertreibe jetzt wirklich, sagen wir mal, aus einer Richtshow-Linie ein Labi oder einen Golden holt. Oder ich mir halt den Border-Collie aus der Arbeitslinie hole. Es ist, was das betrifft, halt wirklich noch. Und das unterschätzen halt, glaube ich, dann doch viele Leute beim Border Collie oder beim Mali. Also ist das halt einfach nach außen leicht aussieht, weil man dann oft die Beispiele hat von den Hunden, wo es funktioniert. Aber unterschätzen halt, wie viel Arbeit bestimmte Sachen gegebenenfalls gemacht haben im ersten Jahr. Und dass das vielleicht auch gar nicht für jeden händelbar ist, diese Arbeit da reinzustecken oder das Wissen zu haben, oder man auch nicht bereit ist, man kann ja irgendwann seinen ersten Border-Colleger gehabt oder seinen ersten Malli oder seinen ersten Deutschstratar, was auch immer. Aber man muss halt bereit sein, sich im Zweifel hin über einen guten Hundetrainer. Auch da finde ich übrigens den Zusatz für mich, was ich so aufgesetzt mitbekommen habe, ich würde mir auch einen Hundetrainer suchen, der sich mit der Rasse mehr auskennt. Weil ich habe schon, ob es jetzt über den Laden im Kundenbereich ist, ja, wie viele Leute ich oder Hundetrainer dann, die mit ihrem Border-Collie beim normalen Hundetrainer waren, wirklich meine Hand über den Kopf hätte zusammenstangen können. Ich dachte, meine Güte, nein. Es ist halt ein Border Collie, es tickt dann doch in vielen Bereichen anders als Hund XY. Und deswegen ist es, glaube ich, immer gut, dass die specifisch auskennen, gerade wenn man so einen krassen Spezialisten hat.

SPEAKER_01

Auf jeden Fall.

SPEAKER_02

Es wird mit Sicherheit bei anderen Rangen ähnlich sein. Da kenne ich mich dann nur wieder nicht aus. Aber ganz oft ist es schon so, dass es beim Border Collie die Variante XY eben nicht funktioniert. Die bei aber ganz vielen anderen Hunden sehr schnell zum Erfolg, sagt der Border Collie halt, nee, ich glaube nicht.

SPEAKER_00

Ja, das hast du tatsächlich, also da bin ich komplett d'accord mit dir letztendlich für bestimmte Rassen oder auch bestimmte Typen Hund finde ich Spezialisten ganz oft sinnvoller. Das ist ja auch das, was ich letztens mit der Germain hatte, mit den Herdenschutzhunden, wo ich auch so gesagt habe, boah, ich bin so froh, dass es da Spezialisten gibt, weil ich komme an Herdenschutzhunde nicht ran. Es ist nicht mein Typ Hund. Ich kann da keinen super, super gut beraten. Also ich stoße da relativ schnell an Grenzen. Klar, so ein grobes Ding, aber das ist halt wie mit Allgemeinarzt und Chirurg oder was weiß ich.

SPEAKER_02

Und es ist ja auch überhaupt nicht schlimm. Oder halt, als du mit PET angefangen hast. Also das ist ja auch, wieder da. Ich ja auch durchaus viel mit dir gesprochen und geschaut und wir haben was zusammen gemacht, weil das ja auch dein erster Border-Collie war und eben doch viele Sachen anders waren. Und ich glaube schon natürlich, deswegen meinte ich, irgendwann hat man immer den ersten. Wenn es jetzt der Traum ist, sich einen Border-Collie zu holen, aus welchen Gründen auch immer, hoffen wir, dass es die richtigen sind. Wenn ich bereit bin, mich im Bord dann einzieht, mich mit jemandem auseinanderzusetzen, der hat, also der, der mich berät, der mir hilft, dann ist das ja fein. Dann kann ich ja daran wachsen und lernen. Und kann vielleicht irgendwann wieder irgendwem helfen. Und wenn ich niemandem helfe, ist auch nicht schlimm, weil dafür hat dann zumindest mein Hund und ich ein schönes Leben miteinander, ohne uns gegenseitig nerven und stressen und uns das Leben zur Hölle machen. Was halt leider, und da sind wir wieder beim Ausgangspost. Das war jetzt weg. Ab leider.

SPEAKER_00

Ich liebe unser Internet heute.

unknown

Super.

SPEAKER_02

Ich hoffe ihr einfach, dass zumindest das auf dem irgendwie rau, also trotzdem noch auf dem Band ist und du das nur nicht hörst. Wenn nicht, haben wir nämlich wirklich ein Problem. Naja, wir werden es sehen. Nee, so viel war es nicht. Oder wir werden es eben. Ich sehe schon, wir treffen uns morgen und nehmen die Folge nochmal auf und dann wird es entweder viel besser oder katastrophal. Wir werden es sehen.

SPEAKER_00

Nein.

SPEAKER_02

Also letztendlich unsere WLAN an und ausmachen.

SPEAKER_00

Nein, ich lasse das jetzt so. Was ist denn unser Fazit? Unser Fazit ist, dass wir es blöd finden, dass eine bestimmte Rasse verboten werden soll.

SPEAKER_02

Ich finde, wie gesagt, ich finde ja auch trotz allem ganz viel von dieser Kernaussage richtig. Ich finde halt nicht, dass ein Border an jede Hände gehört. Und ich habe auch schon auch Freunden von mir, die einen Border wollten, die im Hundesport aktiv sind, davon abgerissen. Das ist nicht die richtige Rasse für dich. Das passt nicht in deinen Alltag. Lass es bleiben. Vertrau mir, lass es bleiben. Der Border-Collie ist definitiv nicht für jedermann. Punkt. Deshalb komplett zu verbieten, sehe ich halt eben auch nicht so. Also wäre auch blöd, weil da müssten wir alle unsere Runde abgeben. Wäre komisch, wenn wir das genauso sehen würden.

SPEAKER_00

Ja, ich hänge halt auch so ein bisschen dran. Er hat ja diesen netten Zusatz gemacht, in Privathand, also den Border-Collier und bestimmte andere Arbeitsrassen in Privathand zu verbieten. Aber was bedeutet das denn? Das bedeutet, dass wenn Schäfer Hunde brauchen und sie bekommen Nachwuchs und sie bekommen von dem Nachwuchs aber ja nicht alle an Schäfer abgegeben. Was passiert denn mit dem Rest? Jetzt bist du gerade ganz weg, Sandra. Oh, ich war noch da. Also bei mir. Ich glaube, das war auf dem Band. Ich habe gemeint, wenn Schäfer Nachwuchs brauchen und quasi einen Wurf Bordercollis haben und sie bekommen aber nicht alle dieser Border-Collis, die dann vielleicht mal sechs Hunde sind, in Schäferhand abgegeben. Was passiert denn mit dem Rest?

SPEAKER_02

Aber auch da, die meisten Border-Collis, die ich kenne, auch in der Hüte-Szene, das sind ja gar nichts, sondern die meisten Leute, also was heißt die meisten, aber viele schaffen sich ja die Schafe in Anführungsstrichen für den Border-Collie an. Und da könnten wir jetzt in die nächste philosophische Diskussion gehen. Aber das Thema skippen wir jetzt, weil ganz ehrlich, alle Schafe, die ich kenne, bei der Border-Collie, ein tolles Leben. Jetzt hast du noch nicht mal mehr ein Bild. Doch, ich habe es ausgemacht, weil das meistens für die Internetverbindung hilft. Achso, gut. Okay, dann mussten wir das mitteilen. Ich dachte, jetzt ist alles abgestürzt. Nein. Also es sind ja dann so genau Privatleute, die hobbymäßig Schafe halten, um an den Schafen mit ihrem Hund zu arbeiten. Also da könnte man ja auch diese Schafhaltung machen, wenn wir beim Thema Tierausbeutung sind. Aber wahrscheinlich könnten wir jetzt nochmal drei Stunden über das Thema Ausbeutung reden. Es ist schwer. Also mein Fazit ist, Bordercollys sind mit Sicherheit nicht für jedermann. Man sollte sich wirklich intensiv damit auseinandersetzen. Spätestens, wenn man denkt, ach, das wird alles ganz easy, dann ist es die falsche Rasse für dich. Ich hol dir was anderes. Ja.

SPEAKER_00

Und es wird ganz, ganz, ganz viele, ja, und es

Suchtbegriff, Belastung Im Alltag Und Zahlenfrage

SPEAKER_00

wird ganz, ganz viele Leute geben, die sagen, ah, ich habe keine Schafe und ich mache auch keinen Sport mit dem Hund. Und der läuft problemlos im Alltag mit und es ist der beste Hund aller Zeiten. Also auch Border Collie meine ich jetzt. Auch die wird es geben. Aber die sind halt nicht zwingend repräsentativ. Also das ist so dieses, ja. Und genauso wenig sind aber die gestörten Bordercollis repräsentativ für alle Border Collis. Also ja, man kriegt sie leichter in eine Störung als ein dicken, dicken Scholabi, wobei die sind dann ja wieder Futter gestört. Also, ja. Ach, ach, egal. Kann ich mehr. Mir fällt gerade keine Rasse ein, die du nicht in irgendeine Art der Störung hineinbekommst.

SPEAKER_02

Sicherlich oder. Ja, wie gesagt, ich glaube halt, und das haben wir jetzt schon ganz oft gesagt, es gibt halt Rassen, die kriegst du viel, viel, viel schneller in so eine Gestörtheit. Was ist ehrlich, wenn wir jetzt an unsere Rassen denken, auch mit deinem Shell, die, da gibt es mit Sicherheit auch Ausnahmen, aber die meisten Chase würden sagen, was will ich denn da mit diesem Flatterband? Warum sollte ich denn dieses Flatterband anstarren? Das werden die im Regelfall nicht machen. Also die würden eher, wenn du zu sensiblen hast, sagen, das ist ein komisches Geräusch, dann sondern ja, Flatterband und?

SPEAKER_01

Ja, aber dann kennt es.

SPEAKER_02

Also das ist, glaube ich.

SPEAKER_00

Es ist schnell eine Angststörung, wer weiß. Nein, es ist halt, es ist halt wirklich so, dieses, es ist, es ist egal. Du musst darauf achten, was du dir ins Haus holst und was du damit machen möchtest. Und es wird sehr viele Hunde geben, die mega unkompliziert und geil sind in allen möglichen Rassen und es wird sehr viele Hunde geben, die sehr schnell in irgendein Verhalten kippen können, wenn du nicht weißt, was du da hast und was du da tust. Aber letztendlich ist so ein Verbot halt krass. Und auch beim Mischlingen aus dem Ausland zum Beispiel darfst du gegen Anlagen arbeiten. Also wenn du dir einen rumänischen Mischling holst, der dort drüben vielleicht eher knackig, kernig, auch auf sein Territorium aufpasst und so weiter, dann hast du den plötzlich in der Stadtwohnung und der passt auf alles auf. Auch da arbeitest du krass gegen Anlagen. Also ja, ich weiß nicht, wie viele Hunde es gibt, wo du nicht gegen irgendwelche Anlagen arbeitest, wenn du nicht absolut ideal für genau diesen Hund lebst. Wenn dein Umfeld nicht absolut ideal für Schoner sein.

SPEAKER_02

Im Endeffekt drehst du das da ja jetzt gerade so ein bisschen im Kreis, weil arbeitest du in irgendeiner Art und Weise gegen Anlagen, aber du hast halt eben dann die Rassenbestimmte Anlagen viel, viel schneller zu Problemen führen. Und zu Stress für den Hund und ja, einfach. Und da hast du halt einfach die Tendenzen. Genau. Ja. Und die kann man vielleicht als Fazit festhalten. Also nicht jeder Border Collie ist gestört, aber sie können schnell gestört werden, wenn man entweder an die falsche Zucht gerät, also an die falschen Linien mit Hunden, die nicht klar im Kopf sind, oder selber Dinge falsch macht, weil man sich das alles dargestellt hat, als es am Ende ist.

SPEAKER_00

Ich glaube, ich ziehe daraus so ein bisschen so dieses, es ist einfach nicht so einfach. Es ist nichts, was man mal eben so raushauen kann und wo man einfach mal so sagen kann, weil das und das, bin ich der Meinung, dass das und das. Also es gibt immer wieder ganz viele Punkte, die da noch mit reinspielen und reinspielen können und die auch zu bedenken sind. Und letztendlich könnten wir darüber sehr wahrscheinlich noch mehrere Abende diskutieren. Und uns würden immer noch mehr Punkte einfallen. Und wenn wir noch drei, vier Menschen dazu holen würden, dann würden die ja nochmal ganz andere Aspekte mit reinbringen und nochmal ein ganz anderes Wissen mit reinbringen und Erfahrung. Also weil ja jeder hat so sein eigenes und bringt das dann da mit rein und hat nochmal andere Erfahrungen gemacht und bringt die mit rein. Und es ist halt nicht einfach so, ja, ich habe jetzt fünf gestörte Border-Collis gesehen und deswegen müssen die alle verboten werden. Oder zehn oder 15.

SPEAKER_02

Ja, vielleicht sollte die Leute, die das wirklich denken, und also jetzt nicht nur, um das irgendwie zu schreiben oder Aufsamkeit zu generieren oder wie auch immer, sondern das wirklich denken, sich dann nochmal ein paar mehr Exemplare angucken. Also das ist ja das, was ich meine. So, ey, komm, bieren gehen. Findest du den Hund immer noch gestört und gestresst, weil er ja am E-Parcours Vollgas gibt? Oder hat er eigentlich ein ganz entspanntes Leben und ist ein glücklicher Hund?

SPEAKER_00

Noch ganz kurze Side Note zu entspanntes Leben. Meine Mama war ja am Montag bei euch und hat Hunde geguckt und aufgepasst und gehütet. Und sie hat auch gemeint, also die Bordercollies von Jana, die sind ja auch krass. Dann wollte ich mit denen rausgehen, dann hatten die keine Lust, dann sind die einfach liegen geblieben.

unknown

Wirklich?

SPEAKER_00

Das hat mir gar nicht erzählt. Also die sind nicht raus nach mehrmaliger Aufforderung. Aber auch da ist nicht so dieses, ah krass, raus und ja, Bewegung und, sondern nee, also ach, wir chillen jetzt hier gerade. Nee.

SPEAKER_02

Ja, vor allem in diesem Kontext hätte ich sogar eher gedacht, dass jetzt

Fazit, Differenzierung Und Unterstützungshinweis

SPEAKER_02

ein Negativbeispiel kommt, dass die alle losgeschossen sind. Hast du ja noch eher verstanden, weil meine Hunde durchaus, wenn jetzt jemand Fremdes in Anführungsstrichen oder Besuchfreunde da sind, in Erwartungshaltungen sind das, was passieren könnte, was Action beinhaltet. Also umso schöner finde ich das, dass sie bei deiner Mama gesagt haben, ach nee, komm, wir wollen hier lieber auf dem Sofa mit dir chillen.

SPEAKER_00

Ja, so war das. Okay, damit schließen wir das vielleicht einfach mal. Mit gechillten Hunden auf dem Sofa. So, und ich hoffe, ihr macht euch auch ein bisschen Gedanken, bevor ihr auf irgendeinen Zug aufspringt oder direkt dagegen seid. Also weder noch quasi nicht so dieses, ja, er hat recht oder wer auch immer, da irgendetwas postet, RCS hat recht, das muss so und so sein und stimmt voll. Oder auch nicht dieses, boah, überhaupt nicht und auf gar keinen Fall und was denn das für ein Scheiß, sondern da einfach mal länger drüber nachdenken und mal zu schauen, wo führen die Gedanken denn hin und was kommen da vielleicht noch alles für weitere Gedanken. Es ist halt ganz, ganz oft viel, viel komplexer als im ersten Moment die Emotion so raushaut. Danke, Jana, auf jeden Fall fürs Gespräch. Und alle anderen macht es gut. Es war tatsächlich ein bisschen ein bisschen Wahnsinn. Ciao, ciao. So, und wie immer am Ende der Folge noch der kurze Hinweis, dass ihr den Podcast natürlich sehr, sehr gerne unterstützen könnt. Dafür habt ihr vielfältige Möglichkeiten, die ihr in den Shownotes findet. Und auch mega, mega wichtig ist einfach jede einzelne Empfehlung an irgendeinen Menschen in eurem Umfeld, der auch gerne Podcasts hört und Hunde mag. Vielen, vielen Dank.

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