Paws & Personality
Ehemals „VON NULL AUF HUND®“ – Ein Podcasterlebnis bei dem Du anfänglich den gestressten Geschäftsmann Michael Arenz auf seiner spannenden Reise begleitest, als er die Herdenschutzhündin Niki adoptiert. In diesem Hundepodcast teilt die Hundetrainerin Sandra Oliver ihre Erfahrungen, um Dir tiefgreifende, lustige, traurige, kurz: vielfältige Einblicke in die Mensch-Hund-Beziehung zu geben. Wir beleuchten die Freuden und Herausforderungen des Lebens mit einem Hund. Der Podcast bringt Hundeliebhaber zusammen und bietet einen reichen Wissensschatz – von den neuesten Themen in der Hundewelt bis zu praktischen Tipps für ein harmonisches Zusammenleben. Tauch in tiefgründige Diskussionen über Hundefutter, Tierschutz und das ideale Hundekörbchen ein, ergänzt durch spannende Gäste und unterhaltsamen Quatsch – eine perfekte Mischung aus Information und Spaß, kostenlos überall wo es Podcasts gibt!
Paws & Personality
Zu Gast im Revier - Über Laborbeagle
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Ein Blick hinter Türen, die selten aufgehen: Gemeinsam mit Marion von der Laborbeaglehilfe erzählen wir, warum Beagle seit Jahrzehnten in Laboren eingesetzt werden, was sich an Haltung und Zahlen verändert hat und wie ehemalige Versuchshunde vermittelt werden.
Marion gibt Einblicke in die Arbeit des Vereins: wenige Aktive, bundesweite Pflegestellen, Tourenplanung, Schutzgebühren, die die realen Kosten selten decken, und die Bedeutung von Spenden, Fördermitgliedschaften und Patenschaften und am wichtigsten: Sichtbarkeit. Viele wissen nicht, dass es zu vermittelnde Laborhunde gibt. Wer nicht adoptieren kann, kann teilen, aufklären, Kontakte zu lokalen Medien knüpfen und den Newsletter abonnieren, um neue Entlassungen zuerst zu sehen. So wächst der Kreis derer, die Chancen schaffen, für jeden einzelnen Hund, der ein zweites Leben bekommt.
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„paws & personality®" ist ein Podcast Sandra Oliver.
Fotografie: Christiane Münchhausen | ...
Vorstellung Und Anlass Des Themas
SPEAKER_01Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Pause ⁇ Personality. Heute habe ich Marion von der Laborbeagel-Hilfe zu Gast. Ich weiß gar nicht, wie ich über diesen Account gestolpert bin, ich habe keine Ahnung, aber ich habe gedacht, boah, Laborbeagel, das ist ein Thema, das ist mir jetzt noch gar nicht so oft untergekommen. Natürlich habe ich die im Kopf und weiß was drüber, aber gar nicht so viel. Und Marion, die sich gleich ja auch vorstellen darf, war so lieb und hat gesagt, okay, dann stehe ich da jetzt halt. Ja, Rede und Antwort auf deine Fragen. Hallo Marion, schön, dass du da bist.
SPEAKER_00Hallo Santa, guten Morgen. Ich freue mich sehr, dass ich hier sein darf und dass ihr uns die Gelegenheit gibt, uns ein bisschen vorzustellen. Ja, ich heiße Marion Weigel, ich bin hauptberuflich Beamtin, nebenberuflich Autorin und ehrenamtlich bin ich seit 2012 bei dem Verein Laborbiegelhilfe.e.V. Wir versuchen, Laborhunde und Katzen aus den Instituten zu bekommen und dies auch gut zu vermitteln, sodass schönes, gesundes, zweites Leben führen.
SPEAKER_01Das heißt, wenn du sagst, Laborhunde, es sind gar nicht mal immer nur Beel oder sind es schon fast immer Biegel?
SPEAKER_00Es sind überwiegend Biegel, also ich würde sagen, 95 Prozent, aber wir hatten auch schon spezielle Züchtungen, die in den Laboren aus bestimmten Gründen halt gebraucht werden, weil es größere Hunde, Büttel oder kleinere Hunde, das sind dann Mixe von Labrador und anderen Jagd und so.
SPEAKER_01In meinem Kopf ist es gerade schwierig, einen sinnvollen Gesprächsaufbau zu machen, weil ich so viele Fragen habe. Also zum einen, warum Beagel, was für Labore, was wird getestet? Es ist immer noch ganz viel Kosmetik, hat sich das gewandelt, weil in meiner Kindheit war dieses Kosmetikthema halt ein Riesending und jetzt ist dafür ja aber schon so ein großes Bewusstsein. Also ganz, ganz, ganz viele Fragen. Ich weiß gar nicht, wo wir von, ja, wo wir da anfangen. Sucht ja eine Frage aus.
Warum Ausgerechnet Beagle
SPEAKER_00Okay, warum Beagel? Beagle sind Meutehunde. Jeder kennt Beagel in diesen Jagdmeuten, nehme ich an. Die gab es schon seit vielen, vielen Jahren. Und irgendjemand ist drauf gekommen, dass Meutehunde sehr gut in einer Gruppenhaltung funktionieren. Die unterstützen sich gegenseitig. Die kann man relativ problemlos halten, ohne dass sie sich gegenseitig angehen. Und sie sind freundlich. Das heißt aber nicht, dass die sich nicht wehren. Wenn man ihnen irgendein Leid zufügt, das ist nicht hundergemäß, das machen die auch. Aber Beagel sind klein genug und was die Zucht anbelangt, auch fortgeschritten und sehr gut gehalten werden. Man sagt ganz oft, also es gibt da viele Vorurteile, man sagt ganz oft, dass die Beagel gentechnisch am besten ausgerüstet sind für die Tierversuche, aber das stimmt.
SPEAKER_01Ja, das kann ich mir auch nicht richtig vorstellen. Also es wird wohl sehr am Verhalten und am Meutedasein auch liegen.
SPEAKER_00An der Gruppentauglichkeit. Wenn du ein Schäferhund ins Labor, das würde nicht funktionieren oder die ganz kleinen oder ganz großen Rassen, das geht schon mal von der Haltungs, von den Haltungsbedingungen nicht. Und der Beagle ist so ein gutes Mittelding, der hat sich halt seit 50 oder mehr Jahren einfach etabliert.
SPEAKER_01Ja, krass. Ich kann mich erinnern, meine Tante, die hat in Thüringen gelebt eine Zeit lang und hat sich da auch um Beagel für, ich weiß gar nicht, ob das eine Uniklinik oder irgendwas war, teilweise gekümmert. Allerdings waren das da, waren das irgendwie so eine, weiß ich auch nicht, wie so Stall, Holzvorschläge, also es ist ganz, ganz viele Jahre her, ne? Ja, das ist ja. Und das ist auch noch eine sehr, sehr vage Kindheitserinnerung und die fällt mir auch jetzt erst ein, weil sonst hätte ich sie nochmal im Vorfeld zur Folge gefragt, was genau das war und wie das war. Und es ist aber auch jetzt erst wirklich wieder in den Kopf gekommen. Ja, krass. Ja, genau. Wofür werden die denn im Moment gehalten? Also früher war ja das Kosmetikt-Thema ein ganz großes. Ist das immer noch da auch?
Wofür Heute Getestet Wird
SPEAKER_00Oder also ich kenne die Laborbegel noch nicht so lange. Seit den Anfang 2000er Jahren, da habe ich und früher, davor, als die Anfänge waren, Laborbegel aus den Laboren zu holen, war die Haltung ganz anders und waren auch die Tierversuche ganz anders. Das muss man auch beruhigen. Inzwischen hat sich viel getan, aber die Kosmetikversuche gegeben, die sind verboten mittlerweile, die werden allerdings in anderen Ländern auf der Welt durchgeführt. Und insofern haben wir hier in Deutschland das Privileg, dass wir keine Kosmetiken. Das betrifft aber nur die höherwertigen Säugetiere, Ratten, Mäuse, Nager. Da gibt es mitunter noch andere, das ist wichtig. Aber Hunde und Katzen werden für Kosmetik.
SPEAKER_01Auch interessant so diese Einteilung, dass Nagetiere quasi keine höherwertigen Säugetiere sind, obwohl Ratten ja unfassbar schlau sind. Also du hast ja nicht gemacht, die Einteilung.
SPEAKER_00Aber die Tierversuchstiere, die Zahlen, wenn man sich die ansieht, die gehen in die Millionen, wovon die meisten aber tatsächlich Ratten und Mutter. Und das ist eine ganz andere Geschichte als jetzt diese.
SPEAKER_01Wie viele, ich weiß gar nicht, wie man so eine Zahl am besten pro Jahr pro, da hast du vielleicht eine kluge Einteilung, wie viele Laborbiegel es so gibt.
Zahlen, Trends Und Schweregrade
SPEAKER_00Ja, was ich bitte als. Die Zahlen kann man nachlesen im Internet. Es gibt verschiedene Plattformen, die die Zahlen auch veröffentlichen. Wir haben unsere Zahlen vom Bundesinstitut für Risikobewertung und die sind immer rückwirkend. Also es gibt jetzt Zahlen aus 2024, 2025 ist noch nicht veröffentlicht, aber 2024 lag die Zahl der Versuchenden in Deutschland bei 269 Katzen. Davon Tierversuche werden in schwere Grade eingeteilt. Es können auch nur die geringeren schwere Grade in Anführungszeichen freigegeben werden. Und wir haben davon 2024 um die 106 Hunde bekommen. Nee, ist nicht richtig, Entschuldigung. Ich habe hier die Zahlen vor mir liegen. Wir haben 2024 66 Laborhunde bekommen. Das entspricht natürlich prozentual sehr, sehr wenig. 2025 haben wir schon ein paar mehr. Das lässt nicht hoffen, dass die Entlassungszahlen steigen. Und wir sind 2025 schon wieder auf einem besseren Weg gewesen. Das ist natürlich super für die Hunden.
SPEAKER_01Ist denn insgesamt, seitdem du dabei bist, oder auch wenn du die Zahlen von vorher vorliegen hast, hat sich denn insgesamt etwas getan in Richtung, dass weniger Tiere gebraucht werden, weil vielleicht neue Möglichkeiten, Sachen zu erforschen, zu testen, inzwischen da sind?
SPEAKER_00Auf jeden Fall. Also es ist natürlich ein Bestreben, die Tierversuchszahlen zu senken. Das möchten wir auch. Wir würden morgen mit dem Verein aufhören, wenn es keine Versuchshunde mehr gäbe. Aber noch gibt es diese Hunde und die wird es auch noch ein paar Jahre geben. Aber in den letzten Jahren hat sich viel entwickelt. Die Tierversuchszahlen sinken insgesamt. Das ist jetzt nicht sehr markant, aber sie sinken nun mal. Aber die Hunde sind weniger geworden. Es gab vor wenigen Jahren gab es noch über 3000 an die 4000 Hunde. Und man hört ja, dass die Zahlen sich gesagt haben. Und das ist auf jeden Fall eine positive Entwicklung. Ich bin kein Wissenschaftler, ich kann nicht sagen, wie sich die Forschung entwickelt, aber es gibt durchaus Alternativen genutzt werden.
SPEAKER_01Ja, ist ja zumindest dann so ein Trend, den man beobachten kann. Das ist ja ganz gut. Ja, krass.
SPEAKER_00Die Institute, die wissen das auch, dass das nicht super optimal ist mit den Hunden, dass die Vergleichbarkeit und all diese Kritikpunkte, die es da gibt. Es geht natürlich auch um Kosten. Es geht immer um Kostenminimierung. Und die Institute möchten auch Alternativen finden, die nachhaltiger, die kostengünstiger, die auch einfach nicht so personalintensiv sind wie ein Hunde halt. Also das sind alles Dinge, die natürlich nicht gerade für die Institute sprechen, aber man versucht eben die Zahlen zu senken.
SPEAKER_01Für die Beagel ist es oder für die Tiere ist es ja letztendlich trotzdem gut, aus welchem Grund auch immer sie nicht mehr genutzt werden.
Zuchtlinien Und Der Marshall Beagle
SPEAKER_00Natürlich. Es gibt halt die Beagel, die in den Instituten genutzt werden. Also was ich sage, gilt auch für die Katzen ganz analog. Aber die Begel werden ja nicht irgendwo eingefangen. Die werden speziell gezüchtet für diese Versuche nach den Maßgaben der Institute. Und diese Zuchten sind riesig. Und dass man den ganzen Überschuss auch vielleicht minimiert, das wäre auch so eine wünschenswerte Sache. Und die Bestrebungen gehen schon dorthin, wenn das auch nicht öffentlich gemacht wird.
SPEAKER_01Das heißt, es gibt tatsächlich Züchter, beziehungsweise Menschen, die angefragt werden, hier würdet ihr für uns Spiegel züchten. Und dann sind aber gar nicht mal alle davon dann vielleicht geeignet fürs Labor. Dann hast du Ausschuss und musst es dann auch noch irgendwie vermitteln oder gehen dann tatsächlich alle ins Labor, weißt du das?
SPEAKER_00Virte, die für die Versuchsinstitute, Forschungsinstitute verwendet werden, die stammen aus ganz speziellen Zuchten, die nicht in Deutschland liegen. Das darf ich sagen, die Marshall Incorporated in den USA, das ist eine Firma, die sich speziell auf Versuchs spezialisiert. Die sind für diese ganzen Versuchzuchtlinien verantwortlich und haben aber auch Dependancen in anderen Ländern, nicht nur in den USA. Es wird nicht jeder Hund aus Amerika hierher geflogen. Aber die Laborhunde sind nach ganz speziellen Spezifikationen halt entwickelt, gemacht. Und werden auch nur, es kann nicht sein, dass die Züchter aus sonst vorher plötzlich Laborhunde züchten.
SPEAKER_01Das gibt es nicht. Okay. Kannst du sagen, auf was für Aspekte die Wert legen, wenn die sagen, wir brauchen Laborhunde, die müssen so und so sein, was ist dieses so und so? Ja.
SPEAKER_00Man kennt einen Beagel, einen normal großen Hund, Knie hoch, hübsch geformt, ganz normaler, kompakter Beagel, der auch ziemlich viel Power hat. Das ist in den Laboren nicht gewünscht. Man möchte dann einen ruhigeren, kleineren, schlankeren, leichteren Hund, weil jedes Kilogramm kostet. Und in dieser Folge hat man denannten Marshall Beagle entwickelt. Das sind heute die Tischen Laborhunde. Die sind kleiner mit spitzerer Schnauze, längeren oberen, vom Charakter auch ein bisschen ruhiger, wie gesagt. Aber es gibt auch normal große Beagel, je nach Anspruch, je nach vor.
Jagdtrieb, Mythen Und Fütterung
SPEAKER_01Ich habe gerade über den Jagdtrieb nachgedacht, weil Beagel sind ja eigentlich Jagdhunde und gerade wenn man die so aus normalen Zuchten bekommt, dann sind die ja manchmal echt wilde Säule. Andererseits sind die Laborbiegel, selbst wenn sie die Genetik hätten, fehlt ja im Aufwachsen der Reiz, dass sie überhaupt lernen, dass man jagen kann. Das heißt, wer jemals über einen Beagel nachgedacht hat und gedacht hat, ach verdammt, mit dem Jagdverhalten komme ich vielleicht nicht klar, der hat beim Laborbeagel etwas bessere Chancen, oder?
SPEAKER_00Wäre ich vorsichtig. Also die Gene sind natürlich trotzdem noch da. Die Hunde werden körperlich, ich will nicht sagen, verändert, aber in eine bestimmte Richtung halt getrieben. Aber im Kopf ist es immer noch ein Beagel. Und wenn der draußen den richtigen Reiz bekommt, dann legt der auch los. Da haben sich schon viele Leute überraschen lassen. Okay. Deswegen muss ja ordentlich gesichert werden, ordentlich erzogen werden, ordentlich trainiert werden. Das ist im Grunde ein großer Beagel im kleinen Körper. Okay. Gut, dass wir das einmal besprochen haben. Ja, also die Eigenschaften eines Beagels, die sind alle noch da. Und da darf man sich nicht täuschen lassen. Okay. Das überrascht auch viele.
SPEAKER_01Krass. Ich glaube, da passt das ganz gut dazu, Eigenschaften des Beagels und überhaupt Eigenschaften. Ich habe ja eine Frage bekommen. Die Person hat gefragt, ob das stimmt, dass Laborbeagel nur in Gesellschaft fressen würden, denn ihr ist mal auf der Hundewiese jemand begegnet. Die hat den Hund immer auf der Wiese gefüttert, weil sie zu Hause ohne Gesellschaft nicht frisst. Und es war ein Laborbeagel. Ich dachte, ich frage mal nach.
Haltungsbedingungen Im Institut
SPEAKER_00Nee, es ist also weder der Fall, dass ein Laborbeagel zwingend mit anderen Hunden gehalten werden muss. Genauso wenig ist es der Fall, dass ein Laborbeagel nur in Gesellschaft anderer Hunde frisst. Das ist eine reine Erziehung. Was wir allerdings öfters haben, ist, dass Hunde einen gewissen Futterneid mitbringen, weil die natürlich in den Instituten eine Konkurrenzsituation haben. Man kann die da nicht einzeln füttern, die werden zusammengefüttert. Und da entsteht natürlich so eine gewisse Ressourcenverteidigung. Und wenn jetzt ein Hund neu in eine Familie kommt, es ist ein Ersthund schon da, dann wäre es keine schlechte Idee, die Hunde erstmal getrennt zu. Das wird sich wahrscheinlich irgendwann relativieren. Aber dass der Hund dann nur auf der Wiese gefüttert ist, das halte ich nicht für so ein Labording. Da denke ich eher, man sollte vielleicht nochmal ein bisschen arbeiten mit dem Hund. Ohne das Kritik. Nein. Aber das ist nicht wahr. Die Hunde fressen auch einzeln. Es gibt auch genug Laborhunde, die hinterher einzeln gehalten werden und die kommen eigentlich auch an. Muss man da nicht Hunde suchen, damit der Hund frisst? Nee, muss man nicht. Und die haben schon einen ordentlichen Fresstrieb. Ja, das ist immer noch ein Beagel, ne? Immer noch, genau, vor allen Dingen das, ja.
SPEAKER_01Du hast gerade angesprochen, dass die dort zusammengefüttert werden und die Frage hatte ich vorhin schon mal im Kopf. Kannst du etwas über die Haltungsbedingungen sagen? Ja.
SPEAKER_00Wir vom Verein Laborbegelhilfe L.V., wir bist Tote und gucken uns an, wie die Hunde gehalten werden. Und als ich das zum ersten Mal gemacht habe, war ich ziemlich überrascht. Ich hatte eine gewisse Vorstellung, also zumindest eine Käfighaltung, womöglich noch eine Einzelhaltung, wie man sich das in den schlimmsten Albträumen vorstellt. But the Erfahrungen, die wir gemacht haben, sind so, dass es eine tierheimähnliche Haltung ist. Natürlich in einem sterilen Rahmen, gefliest, sauber, ordentlich gepflegt, keine Einzelhaltung, keine Käfige, eine Zwingerhaltung mit relativ großen Gruppen von acht bis sieben. Die Hunde werden. Es ist natürlich nicht die ganze Zeit immer da. Das ist nicht möglich in den Instituten, das kann ja keiner bezahlen. Und da wird sauber gemacht. Da gibt es Spielzeug. Das ist zum Glück nicht mehr so, wie das in den 80ern, 90ern waren. Es hat sich auch dort sehr viel, es wird überwacht. Es gab Vorfälle, wo die Haltung, ich will mal ganz vorsichtig sagen, nicht optimal war. Das wurde natürlich sanktioniert. Und wir haben vielleicht auch alle von diesem Skandal gehört in der Nähe von Hamburg mit dem LPT, das mittlerweile geschlossen wurde ausgenommen. Und da ist man schon sehr vorsichtig. Die Hunde müssen gesund sein. Sonst sind sie für diese ganze Forschung nicht einsetzbar. Und dementsprechend wird auf diese sehr teuren Hunde. Ich kann natürlich nicht für jedes Forschungsrechen. Es gibt hunderte von Institute, die mit Hunden arbeiten. Aber für die, mit denen wir zusammen arbeiten, die uns ihre Hunde, da kann ich schon wirklich Positives berichten, wobei das natürlich immer noch keine artgerechte Haltung ist. Und es ist auch immer noch nicht gut, dass die Hunde da sind. Aber die Hunde, die da sein müssen für den Moment noch und für auch für die nächsten Jahre noch, die werden ordentlich gehabt.
SPEAKER_01Das heißt, steril bedeutet, sie kommen natürlich nicht raus, weil dann wäre es ja nicht mehr steril.
Entlassung, Altersspannen, Einsatzfelder
SPEAKER_00Die meisten. Also sobald ein Hund zur Entlassung ansteht, wird er entsprechend trainiert, das tatsächlich auch mal in die Außenanlage kommt. Das macht dann das Institut schon. Ja, das macht. Also solange der Hund im Versuch ist und ich sagte, ja, vorhin ist eine Einteilung in schwere Grade bei Tierversuchen, da ist natürlich nichts mit rausgehen und mit Spielen. Das geht einfach nicht. Aber sobald die Entlassung beschlossene Sache ist, werden die Hunde, können die ihren Radius erweitern.
SPEAKER_01Wie viele, nee, andersrum, wie alt würden so ein, also wenn der Laborbeagel im Labor bleibt und jetzt nicht raus darf, also kein leichterer, schwerer Grad war. Weißt du, wie alt die ungefähr im Schnitt werden, bis die nicht mehr benutzt werden können?
SPEAKER_00Also die Hunde werden ab vier, fünf Monaten können die eingesetzt werden. Für ganz unterschiedliche Dinge. Und die meisten Hunde, die entlassen werden, sind zwischen einem und vier Jahren alt. Wir hatten aber auch schon Hunde, die elf, zwölf, dreizehn aus dem Labor kamen. Das ist natürlich dann eine komplett andere. Aber die überwiegende Anzahl, ja, ist zwei, drei, vier Jahre alt.
SPEAKER_01Ja. Gibt es, also jetzt in Richtung der Sachen, die erforscht werden am Beagel, gibt es da irgendetwas, was du erzählen kannst? Ich frage, also ihr, die ihr zuhört, ich frage das immer so, weil ich natürlich weiß, dass Marion nicht alle Sachen erzählen darf und nicht über alles sprechen darf. Deswegen frage ich ganz oft, kannst du das sagen? Darfst du das sagen? Ja, also gibt es da irgendwas, wo du sagen kannst, ja, zum Beispiel dafür werden sie genutzt, das ist okay, wenn ich das sage, oder ist das dann wieder alles verschwiegenheitserklärungsgedeckend?
Der Verein Und Seine Arbeit
SPEAKER_00Nee, kurze Verschwiegenheitserklärung. Wir haben natürlich gegenüber den Universitäten und den Firmen und den überhaupt den Versuchseinrichtungen haben wir natürlich eine umfassende Verschwiegenheit. Das heißt aber nicht, dass wir nicht informiert sind, was mit den Hunden passiert, wo die herkommen, wie die gehalten werden. Vorhin sagte ich, dass die Hunde und auch die Katzen sehr teuer sind. Also das ist kein normaler Preis, wo man Beagle kaufen kann. Die werden sehr teuer eingekauft und werden auch sehr teuer gehalten und die haben schon einen gewissen Wert. Aus diesem Grund werden Versuchshunde nur für bestimmte Sachen eingesetzt. Früher hat man sehr viel mit Giftigkeitsprüfungen gearbeitet. Das wird immer noch gemacht, aber die Hunde, die wir bekommen, ich kann immer nur für unseren Verein sprechen. Ich weiß nicht, was die anderen Institute tun. Unsere Hunde werden überwiegend in der Gentechnik, in Krebsforschung, in Tierarzneimittel eingesetzt, in Tierfutterentwicklung. Es kommt dem Spiegel schon auch ein bisschen entgegen. Aber hauptsächlich geht es um Medikamente, die die Menschen haben wollen und die wir auch brauchen. Das muss man einfach wissen. Es geht hier um teure Tiere, die sehr hochwertige Dinge helfen zu entwickeln. Das klingt jetzt wieder beschönigend, aber so meine ich das nicht. Ich will nur darstellen, dass die Hunde nicht verheizt werden für irgendwelchen Quatsch, für irgendwelche Wimberntuschedinger oder das ist alles schon längst ausgeforscht. Es geht jetzt auch nicht mehr um die 80. Kopfschmerztablette, es geht tatsächlich um Dinge, die Leben retten sollen. Und deswegen sind uns die Hunde auch so wichtig, weil die tatsächlich was tun. Und man hat immer so das Gefühl, man kann ein bisschen dafür zurückgeben, denn wer würde denn diese Dinge entwickeln wollen? Und es gibt im Moment keine anderen Möglichkeiten. Die Menschen brauchen Sicherheit. Die Gesetzgebung verlangt diese Sicherheit und es gibt sehr wenig andere Wege. Traurig das ist, aber es ist.
SPEAKER_01Ja, ist einfach so. Okay, dann gehen wir mal weg von dem, wo die Hunde herkommen, zu wie das so ist, wenn sie dann bei euch sind. Also vielleicht so ein bisschen was zu eurem Verein, wie viele Menschen seid ihr? Was braucht es so, damit im Jahr 60 Hunde mal mehr, mal weniger vermittelt werden? Wie läuft das? Ganz viele Fragen.
SPEAKER_00Ja, bremse mich, wenn ich zufür.
SPEAKER_01Das ist ein Podcast.
SPEAKER_00Die Laborwegelhilfe.V ist einer von vier Vermittlungsvereinen in Deutschland, die Laborhunde haben dürfen. Was kann nicht? Hunde werden nicht ins Tierheim gegeben oder so, außer eines. Das ist das Tierheim in Wärmelskirchen. Die arbeiten auch mit Laborwegeln. Die sind irgendwie um die Ecke. Ja, okay. Zehn Minuten. Hatte ich auch mal einen Hund her, wunderbar. Laborpegel. Unser Verein gibt es seit 2007. Da haben wir uns gegründet. Und wir sind derzeit zwölf aktive Mitglieder und arbeiten aber nicht nur mit Labortieren, sondern auch mit Beagles aus dem Ausland, also rassenbezogen übernehmen wir Hunde in Not. Und seit 2007 haben wir über 3000 Hunde aus den Instituten bekommen. Und in den Pandemiejahren waren es ein wenig weniger in der Vermittlung, weil einfach keine Dinge gemacht wurden. Aber wir haben immer so um die 100. Wie gesagt, die Zahlen würden wir gerne steigern. Alle Hunde stellen wir auf unserer Homepage vor und bei Instagram und Facebook. Und dann suchen wir das richtige Zuhause für die. Die Tiere werden von den Instituten mit einer kleinen Beschreibung versehen, die wir dann noch so ein bisschen ausformen nach ein paar Rückfragen. Und die haben ein Foto oder zwei oder drei, die meistens eher schlecht sind. Ja, und dann kann man sich auf den Hund bewerben.
SPEAKER_01Die kommen aber nicht alle auf einen Schlag, oder? Die tröpfeln so über das Jahr bei euch rein. Genau.
Pflegestellen, Logistik, Finanzen
SPEAKER_00Wir wissen auch eigentlich nicht wirklich, was kommt. Wir warten einfach ab, wir können nur reagieren, sonst werden die Hunde dann vorgeschlagen, wir haben noch nie Nein gesagt, wenn irgendwas war. Und dann werden die bei uns, wie gesagt, eingestellt und wir erfahren so in etwa vier bis sechs Wochen vor dem geplanten Entlassungstermin. Und dann legen wir halt los und gucken, dass wir die richtigen Leute finden. Okay.
SPEAKER_01Wenn ihr jetzt bis zum Entlassungstermin noch niemanden gefunden habt, habt ihr dann Pflegestellen, also arbeitet ihr dann mit Pflegestellen zusammen?
SPEAKER_00Wir arbeiten mit ungefähr 20 Pflegestellen, besuchen auch ständig neue, weil auch immer mal jemand nicht kann oder mal ausfällt oder vielleicht doch den Hund behält. Und ja, Pflegestellen müssen bei uns die gleichen Kriterien haben wie die Endstellen auch. Und ja, also es ist kein Hund im Labor geblieben, weil der Platz fiel nicht. Wir nehmen dann jeden und notfalls nehme ich den auf.
SPEAKER_01Agiert ihr dann mit den Pflegestellen deutschlandweit oder seid ihr schon auf eine bestimmte Region und teilt euch das dann unter den Vereinen so ein bisschen auf? Also wie ist das so?
SPEAKER_00Wir arbeiten generell deutschlandweit und fahren die Hunde auch überall selbst hin. Die Pflegestellen sind ebenfalls über das ganze Land verteilt. Es hängt immer davon ab, welche Pflegestelle genutzt wird, wo der Hund jetzt genau herkommt. Also wenn er hoch im Norden irgendwo sitzen sollte, dann suchen wir natürlich keine Pflegestelle im Süden Bayerns. Das wäre weder für den Hund gut noch für uns. Und die meisten Pflegestellen konzentrieren sich schon so ein bisschen mittig. Also NRW ist sehr stark vertreten, weil es einfach in der Mitte von Deutschland liegt. Wenn jetzt doch weiter gefahren werden muss, sollte das aber auch kein Problem sein. Das müssen aber Ausnahmen bleiben. Und die Pflegestellen wählen wir schon aus nach Fahrtzeit und nach, wie es gerade in die Tour passt. Denn Tourenplanung ist sehr schwierig manchmal, da da sehr viele Kilometer zusammenkommen und das Ganze muss ja auch immer bleiben.
SPEAKER_01Ja, das wäre so meine nächste Frage gewesen. Ihr seid gemeinnützig, ne? Richtig, ja. Und lebt dann, lebt in Anführungsstrichen von Spenden.
SPEAKER_00Wir leben von Spenden, von Mitgliedsbeiträgen und von den Schutzgebühren, wobei die Schutzgebühren selten die Kosten für den Transport und die Vermittlung des Hundes.
SPEAKER_01Geben die Institute noch was drauf oder sagen die so, bitte ihr dürft retten, aber.
Mitgliedschaft, Patenschaften, Kosten
SPEAKER_00Das ist auch so ein kleiner Druckschluss. Also viele denken, wir würden die Hunde frei kaufen oder denken umgekehrt, dass wir dafür Geld bekämen. Das ist aber nicht der Fall. Wir arbeiten komplett ehrenamtlich und auch komplett gemeinnützig. Und wir müssen halt sehen, wo das Geld herkommt. Und das ist natürlich bei jedem Tierschutzverein oder wahrscheinlich überhaupt bei jedem Verein immer ein Problem, dass man genug Geld generiert, um die laufenden Kosten zu decken. Denn wir haben die natürlich auch, die laufenden Kosten. Die Fahrten müssen bezahlt werden. Benzin gibt es nicht umsonst. Die Hunde müssen ausgestattet werden mit Sicherheitsgeschirren. Teilweise müssen Tierarztkosten bezahlt werden. Wir haben sehr viele Patenhunde, die schon älter sind und die wirklich hohe Kosten verursachen. Dann ist immer mal ein Pflegehund dabei, der vielleicht noch die Zähne gemacht werden muss, gemacht bekommen muss, oder der nachgeimpft werden muss. Das bezahlen alles wir und deswegen brauchen wir alles noch die Spänzen. Sonst funktioniert das nicht.
SPEAKER_01So für die Menschen, die zuhören. Wie viel, wenn man jetzt so Fördermitglied werden würde, also ich nehme an, das geht, ne? Ich bin auch in einigen Tierschutzvereinen Fördermitglied. Wie viel zahlt man dann im Jahr? 30 Euro Mindestbeitrag.
SPEAKER_00Das ist, glaube ich. Weil es ist ja oft gar nicht so viel, ne? Nee, es ist nicht viel. Also 30 Euro im Jahr als Mindestbeitrag, dann ist man Fördermitglied und ja, man kann aber den Betrag auch jederzeit aufstocken. Das ist gar kein Problem. Wir haben allerdings auch wirklich tolle Leute, die auch Spendensammlungen machen, die Aktionen machen im Internet, die dann zu unseren Gunsten gehen. Also das ist immer wieder ganz, ganz fantastisch, was da auch normale Privatmenschen auf die Beine stellen. Wir wünschen uns natürlich Sponsoren, aber die haben wir bis jetzt noch nicht gefunden.
Vermittlung: Kriterien Und Matching
SPEAKER_01Ja, schade. Ich bin leider auch noch zu klein für Sponsoring. Ja, vielleicht in ein paar Jahren mal. Aber so eine Fördermitgliedschaft.
SPEAKER_00Was wir auch ganz toll finden, das sind Patenschaften. Wir haben, wie gesagt, viele ältere Patenhunde und suchen für die auch immer Unterstützer. Man kann dann eine Patenschaft erwerben, auch mit einem komplett freien Betrag, den man selbst wählt und bekommt dann auch eine schöne Urkunde und unterstützt dann genau diesen Hund. Das finde ich auch eine schöne Sache.
SPEAKER_01Der Patenhund ist dann ein Hund, der quasi aus dem Labor kam und aber nicht weiter vermittelt wird, sondern auf einer Pflegestelle bleibt, weil er so viele Sachen hat, dass es schwierig wäre, ihn zu vermitteln.
SPEAKER_00Wir hatten vor zwei Jahren mehrere zwölf-, dreizehn-jährige Laborhunde übernommen. Die kann man nicht weitervermitteln. Die Hunde sind alt, die sind dann auch krank und die sind auch verbraucht. Und solche Hunde kommen bei uns auf Dauerpflegestellen. Das sind ganz normale Familien, die halt diesen Hund als Gnadenplatz aufnehmen. Wir bezahlen jegliche Kosten für die Hunde und haben dann für die auch Paten gesucht. Das hat wunderbar geklappt. Wir übernehmen im Gegensatz zu manchen anderen Vereinen auch Hunde mit Handicaps. Das sind dann erkrankte Hunde, die können Herzfehler haben, die können Magenprobleme haben. Und solche Hunde kann man auch nichts vermitteln. Die setzen wir dann auf Dauerpflege schon. Die haben dann auch noch schöne Jahre dort. Da entstehen natürlich auch echt viele Tierarztkosten. Ja, Tierarztkosten belaufen sich bei uns auf, was hatten wir bei der letzten Mitgliedsversammlung? Ich glaube, um die 30.000 Euro im Jahr und das ist schon eine hohe Zahl. Das sind ganz schöne Summen. Wie viele Hunde habt ihr im Moment in Vermittlung? Um die 20. Ich meine, ich hätte gestern nach gesehen, da waren es 21 Hunde, wobei wir auch so eine Art Vermittlungshilfe anbieten, dass Hunde anderer Vereine bei uns auch über die Seite gesehen werden können. Denn ein Beagle ist halt nun mal etwas speziell. Wir finden es auch gut, dass sich die anderen Vereine an uns wenden und wir deren Hunde dann zumindest auf unserer Seite vorstellen dürfen. Wir haben aber auch natürlich viele Laborhunde derzeit.
SPEAKER_01Aber die Vermittlung läuft schon relativ gut, oder? So im Vergleich zu manchen anderen Sachen, die ich manchmal so beobachte, weil als ich auf euch gestoßen bin, waren es wesentlich mehr Hunde noch in der Vermittlung. Ihr seid da tüchtig.
SPEAKER_00Ja, also ich sage immer gerne, es wissen viel zu wenig Leute, dass es die Laborhunde in Deutschland überhaupt gibt. Und vor allen Dingen wissen viel zu wenig Leute, dass man die Laborhunde übernehmen kann und dass sie ein ganz normales Leben führen können nach einer gewissen Eingebildung. Wir haben im Moment das Glück, dass wir viele Hunde in der Vermittlung haben, dass viele Labore sich dazu entschlossen haben, die Hunde freizugeben. Aber geeignete Bewerber zu finden, das ist immer. Jetzt haben wir natürlich nicht die Zeit, ständig auf den sozialen Medien rumzuturnen und ständig Werbetrommel zu rühren. Und wir haben auch nicht das Geld für irgendwelche Anzinken oder sonst was. Wir machen das rein über die Seite und rein über Mundpropaganda. Und glücklicherweise bewerben sich immer viele Menschen, wobei wir leider auch sagen müssen, dass, ja, ich möchte mal sagen, so 75 Prozent nicht für eine Vermittlung in Frage kommen.
Stadt, Wohnung, Alltagstauglichkeit
SPEAKER_01Was darf man denn für Ansprüche erfüllen? Also was wünscht ihr euch, was ja auch vernünftig ist, Wünsche zu haben für den Hund?
SPEAKER_00Nee, wir haben auch gewisse Vorgaben, ganz einfach, dass die Hunde nur in bestimmte Umstände vermittelt werden können. Wir können einen Laborhund nicht irgendwo hingeben und dann ist es ja da, das geht einfach nicht. Die Leute müssen sich vorbereiten und der erste Schritt ist ganz einfach, dass man den Beschreibungstext des Hundes wirklich genau, wenn dort drinsteht, keine kleinen Kinder, weil der vielleicht noch schreckhaft ist oder weil der einfach auch den Lärm nicht aushält oder überhaupt gewisse Umstände nicht aushält, dann können wir den nicht in Familien mit kleinen Kindern und das unseren Bewerbern verständlich zu machen, dass manche Dinge einfach nicht funktionieren, dass man damit nicht glücklich wird und schon gar nicht der Hund damit glücklich. Das ist so die Schwierigkeit. Jeder Tierschutzverein hat Kriterien, wobei auch wir manche für überzogen sind. Also man muss kein Haus mit Garten haben, um kann das auch anders kommen. Aber wir haben natürlich gewisse Kriterien und da können wir auch nicht verneichen, so leid uns das.
SPEAKER_01Diese Kriterien passt ihr dann aber maßgenau an den jeweiligen Hund an, was der sehr wahrscheinlich braucht.
SPEAKER_00Jede Vermittlung ist eine Einzelfallentscheidung. Es geht einmal um den Hund, was er benötigt. Was der Hund benötigt, entscheiden nicht nur wir. Das entscheidet auch das Institut und die Pfleger, die den Hund nun mal am besten kennen. Und suchen wir daraufhin den passenden Bewerber und das klappt. Nur Anfragen von lieben Menschen, die sich null informiert haben. Das merkt man sofort und die müssen wir dann leider auch immer irgendwo ablehnen. Weil ein frischentlassener Laborhund kann nicht, ich sage jetzt mal, in den dritten Stock vermittelt werden ohne Aufzug. Und dann ist die Gefahr einfach zu groß, dass der Hund zurückkommt oder dass er zum Wanderpokal wird oder dass er komplett verzogen wird. Und das ist nicht der Anspruch, den wir haben. Das stößt manche Bewerber vor den Kopf, das sehe ich auch. Aber ein Beagel bleibt auch ein Begel, wenn er aus dem Labor kommt. Und es ist wichtig, für die Hundestände zu finden.
SPEAKER_01Ja, du hattest ja schon gesagt, Haus mit Garten muss nicht sein. Das heißt, in Wohnung darf es schon. Ob es jetzt mitten ins Zentrum von Berlin sein muss, ist so die andere Frage. Aber auch da kann man ja wirklich sehr, sehr nach Einzelfall schauen. Auch in den großen Städten gibt es ja Stellen, wo es ruhiger ist und wo es sehr grün ist.
Kastration, Verträge, Risiken
SPEAKER_00Richtig, es gibt immer Möglichkeiten, wenn man sich mit der Hundehaltung an sich beschäftigt, kann man auch da den passenden Platz finden. Es gibt aber auch immer wieder Dinge, die einfach nicht funktionieren. Wenn ich direkt eine Straßenbahn vorm Haus habe und dann ist die Haustür auf und dann ist der Hund weg, dann ist das vielleicht nicht das Günstigste. Und wir haben das Glück, dass wir wirklich ein bisschen aussuchen können. Wenn drei Bewerber da sind, dann nehmen wir natürlich den, der am besten passt. Dann muss ich ja nicht da irgendwelche Kompromisse eingehen. Und dafür sind wir auch wirklich dankbar, dass es immer Menschen gibt, die sich richtig viele Gedanken machen und die auch bereit sind, Kompromisse einzugehen, was zum Beispiel die Art oder das Alter des Hundes anbelangt. Und so finden wir eigentlich immer die richtigen Leute.
SPEAKER_01Das heißt, gegebenenfalls, wenn sich jetzt jemand bewirbt und bewirbt sich auf einen bestimmten Hund und hat da sich auch gut vorgestellt, aber ihr sagt, boah, so toll du bist, so richtig passt es nicht, aber wir hätten da noch, keine Ahnung, das kleine Kläuschen oder die niedliche Bertha. Die können wir uns bei dir besser vorstellen. Macht ihr da auch manchmal so ein bisschen Matchmaking?
SPEAKER_00Ja, das gehört auch dazu, denn aus diesem Beschreibungstext geht ja nun kein kompletter Lebenslauf hervor oder eine vollständige Charakterisierung. Laborhunde sind sich auch sehr ähnlich. Nicht nur vom Aussehen her, sondern einfach auch von der Art her. Es sei denn, er hat in seinem Charakterpaket so gewisse Ausformungen. Es gibt Hunde, die schnappen. Es gibt Hunde, die können einfach nicht mit anderen. Das ist durchaus auch möglich. Und dem muss man auch Rechnung tragen. Oder zum Beispiel kann man keinen unkastrierten Rüden zu einer unkastrierten Hündin vermitteln. Das funktioniert einfach nicht. Das dürfen wir nicht. Und so muss man manchmal Menschen, die sich total festgelegt haben auf einen Hund, vielleicht auch so ein kleines bisschen anschubsen, dass sie doch nochmal auf der anderen Seite gucken. Und also wir hoffen auch immer, dass man unsere Erfahrungen ein bisschen. Wir machen das jetzt seit fast 20 Jahren. Und da kommt schon einiges an Erfahrungen zusammen. Und es wäre schon schön, wenn man uns da auch so ein kleines bisschen vertraut und einfach auch glaubt, dass wir niemanden übervorteilen wollen, erst recht nicht die Hunde. Denn es geht ja darum, den richtigen Platz zu finden. Und es soll ja auch eine lebenslange Geschichte sein und nicht nur für ein halbes Jahr und dann muss der Hund wieder weg. Das ist für uns eine Katastrophe.
SPEAKER_01Aber total spannend. Du hast gerade gesagt, kein unkastriertes Tier zum unkastrierten Tier. Wenn wir jetzt die trainerischen Aspekte beiseite legen, wo ich sage, je nach Mensch kann das natürlich sehr gut funktionieren. Ich verstehe aber, dass ein Verein das nicht einschätzen kann und nicht machen kann. Heißt das aber ja im Umkehrschluss, dass die Tiere nicht automatisch in den Instituten kastriert werden. Und das finde ich spannend, weil die leben da ja auch in Gruppen zusammen. Dann werden die nach Geschlecht getrennt und dürfen ihre Hormone behalten. Ja, sehr cool.
Was Wir Uns Von Bewerbern Wünschen
SPEAKER_00Es werden nicht alle Hunde kastriert oder sterilisiert entlassen, das ist richtig. Es gibt je nach, ja, wie soll ich sagen, je nach Zweck von einem Laborhund, gibt es halt Situationen, wo der Hund nicht kastriert sein kann, weil da einfach die Hormonlage auch eine andere ist. Und diese Hunde werden dann vor der Entlassung auch nicht kastriert. Das ist für uns ein Problem, weil es zum einen ein Zuchtverbot gibt mit Labortieren. Das ist auch in unseren Verträgen festgelegt. Und es gibt das zweite Problem, dass die Vermittlungschancen auch einfach einschränken. Denn es ist schon stressig, wenn man unkastrierte Tiere hat. Und manche unterschätzen das vielleicht auch ein bisschen, aber in erster Linie geht es um die Suchtgeschichte, die einfach nicht gegeben sein darf. Das Risiko darf man nicht ab. Deswegen kann es vorkommen, dass wir unkastrierte Tiere vermitteln, aber dann Wert drauf legen wird werden. Wenn ein unkastriertes Tier im Haushalt ist, möchten wir da nicht noch ein unkastrieren. Und das ist natürlich auch wieder mit Kosten verbunden. Wenn wir dann den Hund kastrieren lassen müssen, dann wird er erstmal auf eine Pflegestelle gesetzt, wird dort kastriert und wird dann weitervermittelt. Das ist logistisch schwierig und auch kosten. Deswegen wünschen wir uns schon, dass die Hunde gleich kastriert entlassen.
SPEAKER_01Ja, für euch ist es einfacher als bei einem. Ich überlege gerade, ob ich noch irgendwas gegessen habe. Gibt es noch irgendwas, wo du sagst, Mensch, das hast du nicht gefragt, das fragt eigentlich sonst jeder und das ist auch total wichtig. Oder wo du sagst, das möchtest du gern loswerden, weil das ein wichtiges Anliegen ist.
Sichtbarkeit, Aufklärung, Medienarbeit
SPEAKER_00Ja, was wir uns immer wieder wünschen, ist, dass man vielleicht dort draußen auch versteht, dass wir das alle neben. Und es ist eine sehr große Verantwortung. Und es ist auch sehr viel Arbeit, so ein Verein zu führen. Wir haben sehr wenig Leute, wir haben wenig Fahrer, wir haben einfach viel zu tun. Es ist sehr viel Administratives, was so ein Verein angeht. Und deswegen wünschen wir uns einfach, dass die Menschen sich im Vorfeld schon möglichst genau mit dem Thema auseinandersetzen. Und dass wir einfach diese Bewerber, die von Anfang an aufgeklärt werden müssen und die natürlich sehr viele Fragen haben, aber dass die vielleicht vorher ein bisschen lesen oder gucken, was ist. Jetzt muss man natürlich auch aufpassen, welchen Informationen man sich aussetzt. Wenn man im Internet ein bisschen gräbt, dann findet man ganz viele Dinge, die einfach veraltet sind, die nicht richtig sind. Und dann sollte man möglichst versuchen, sich die richtigen Infos zu beschaffen. Also wir tun wirklich alles dafür, dass wir da transparent sind in dem Maße, in dem wir das dürfen. Und man kann sich diese Infos und das wäre schon schön. Wir haben ganz, ganz tolle Bewerber, ganz super fantastische Leute, kann man nicht anders sagen. Und wir beraten die auch im Nachhinein und wir sind auch für die da. Und man muss da keine Angst haben. Total katastrophalen Hundzug ist nicht der Fall, die kann man sehr leicht eingewöhnen.
SPEAKER_01Das heißt, wenn ich mich informieren möchte als Mensch über die Laborbeagel, dann finde ich bei euch auf der Website alle möglichen Informationen, beziehungsweise vielleicht ja auch weiterführende Links. Gibt es sonst noch irgendwelche Seiten, die du oder also habt ihr alles gebündelt da, dann brauchen wir ja gar nicht drüber reden, wo die Leute noch gucken können, dann schicke ich die einfach nur zu euch oder sagst du ja und dann gibt es halt noch die und die Seite und die ist auch sehr sinnvoll, weil die nicht veraltet ist.
SPEAKER_00Wenn man sich auf der Laborpegel-Hilfe.e.V-Seite umsieht, dann findet man eigentlich alle Informationen, die man braucht. Es gibt dort die üblichen Fragen und Antworten, es gibt dort Servicebereiche, man sollte sich die Hunde nach und nach ansehen und dann kann man das schon finden. Dort sind auch führende Links zu irgendwelchen Informationen, zu Büchern, zu Schriften. Man kann dann finden, was man möchte. Und wenn irgendeine Frage offen bleibt, dann schreibt uns einfach eine Mail und dann beantworten wir die auch. Also wir sind auch alles nur Menschen, wir können nicht alles auf einmal, aber wir geben uns Mühe, möglichst umfassend in unserer Möglichkeit freundlich zu antworten. Also traut euch.
unknownGut.
SPEAKER_01Ja, die Seite verlinke ich natürlich in den Shownotes und werde sie auch auf Instagram nochmal teilen und so.
SPEAKER_00Genau, Instagram wäre auch eine schöne Möglichkeit, da zeigen wir die Hunde zuerst. Und wenn jemand vielleicht in der Zukunft darüber nachdenkt, einen Hund von uns aufzunehmen, dann abonniert bitte unseren Newsletter, denn die Newsletter-Abonnenten erfahren natürlich die neuen Entlassungen wirklich zuerst. Kleines Privileg. Aber halt jetzt immer auf dem Land.
SPEAKER_01Das heißt, unterstützen, um das jetzt nochmal rund zu machen und die Folge dann auch schön ausklingen zu lassen. Unterstützung ist ja wichtig und unterstützen kann man euch selbst ohne Finanzen, gegebenenfalls über das Teilen des Instagram-Kanals oder immer mal einen Beitrag von euch zu teilen und kommentieren, liken, das Übliche. Aber natürlich auch sehr gern, was wir angesprochen hatten. Vielleicht eine Fördermitgliedschaft, so für sich selbst als, es muss ja nicht mal ein Weihnachtsgeschenk sein. Ich kann mir auch mitten im Jahr mal selber was schenken und tue was Gutes für den Verein. Oder halt diese Patenschaften.
Realitätsscheck Und Hoffnung
SPEAKER_00Ja, das ist eine ganz tolle Idee. Wir haben Menschen, die schenken sich Partnerschaften zum Geburtstag. Finde ich super, kann man ja auch zeitlich begrenzt machen. Aber fast wichtiger als die finanzielle Sache mit den Spenden und der Unterstützung. Wir freuen uns über jeden Euro, ganz klar. Und das bewirkt auch tatsächlich was. Aber Fast noch wichtiger finde ich es immer, dass man über die Sache redet, dass es Publikum. Deswegen bin ich dir auch dankbar, dass du uns eingeladen hast. Dass man vielleicht, wenn man einen eigenen Hund aufnimmt, auch mal an die lokalen Medien herantritt, an die Tageszeitung. Und die sind oft dankbar für solche Tipps. Und dass man einfach darüber spricht und informiert und vielleicht auch mal darüber nachdenkt, sein eigenes Verhalten ein bisschen zu ändern, dass irgendwann diese ganzen Geschichten nicht mehr notwendig wären. Das wäre uns ein ganz Besonderes an.
SPEAKER_01Also wenn ihr ein Laborbeagel adoptiert, verschweigt es nicht. Bringt es an die Öffentlichkeit. Oder kommt zu uns, wenn der gut eingewöhnt ist, irgendwann zu Camp Carnis, zu so einem Abenteuerlauf. Das gibt auch nochmal Publicity.
SPEAKER_00Ja, einfach auch zeigen, wie toll das sein kann. Denn in der Vergangenheit war es tatsächlich oft so, dass die Laborhunde sehr ängstlich, sehr zurückhaltend und auch sehr schwer zu integrieren waren. Das hat sich aber tatsächlich auch durch die Haltungsbedingungen, durch den Umgang mit den Hunden, hat sich das verbessert. Und deswegen muss man da gar nicht so viel Angst vor, dass man jetzt da einen todkranken, wahnsinnig beeinträchtigten Hund kriegt. Das ist nämlich nicht der Fall. Die kommen recht schnell an. Ausnahmen gibt es immer. Aber die meisten, die sind ganz flott bei euch zu Hause angekommen und die finden in wenigen Wochen in ihr neues Leben rein. Und dann hat man einen ganz tollen Begleiter. Man hat ja auch einen echten Beagel. Das ist ja nun auch schöner Gipfel.
SPEAKER_01Sehr cool. Also es ist nichts für Menschen, die unbedingt ein schwer traumatisiertes Seelchen retten wollen, sondern es ist was für Menschen, die einfach nur einen normalen Hund haben möchten, dem was Gutes tun und die vielleicht Beagel schon immer ganz niedlich fanden und auch die zarte Version mögen und nicht so ein quadratisch-praktisch gutes Ding brauchen. Ja, nein, ich finde es mega wertvoll mitzunehmen jetzt aus der Folge, dass es, also dass es sich so schön geändert hat, auch in den Haltungsbedingungen, das ist sowas, weil klar haben viele, also auch ich hatte ja so die Bilder im Kopf von der Käfighaltung und dann das Tier da quasi sein ganzes Leben lang an irgendwelchen Schläuchen und so weiter. Und dass das jetzt nicht mehr so ist und dass sie auch in Gruppenhaltung sind und Spielzeugen haben und dass sie natürlich während der Experimente rumlaufen, aber es ist auch ein bisschen. Aber ansonsten ist es schöner.
Katzen Aus Laboren
SPEAKER_00Der allergrößte Hunde, allergrößte Teil der Hunde stirbt dort. Das muss man sich vor Augen halten, das muss man sich bewusst machen. Die Hunde, die wir bekommen, das ist ein ganz, ganz geringer Teil, das sind 2%. Aber diese Hunde haben es geschafft. Und das ist unsere Arbeit. Unser Job ist nicht, die Tierversuche zu revolutionieren oder abzuschaffen. Dazu fehlt uns auch einfach das Wissen. Aber wir sind dafür da, die Hunde, die weitergeben können, aus den Instituten zu holen. Und das ist unser Auftrag und das machen wir gerne. Und jeder, der kommt, zählt. Und das liegt mir am Herzen, das liegt auch meinen Teamkollegen am Herzen. Und darum geht es. Und wie gesagt, die Welt können wir nicht verändern, aber so ein kleines Stückchen. Ja, doch. Und damit verändern wir die Welt.
SPEAKER_01Selbst wenn wir ein kleines bisschen um uns herum verändern, ist die Welt auch mitverändert. Und klar, das große Ganze nicht so einfach, aber wenn wir alle für uns, jeder was finden und tun und machen, ganz kleine Schritte.
SPEAKER_00Ein Teil unserer Aufgabe ist auch so ein bisschen noch die Bedingungen für die Hunde dort zu verbessern. Denn nach einer gewissen Anzahl an Jahren, wo man im Metier tätig ist, da kommt schon mal vor, dass jemand auf einen hört. Das ist auch so ein ganz kleiner Benefit von dieser Geschichte, dass wir mit Leuten zusammenarbeiten, denen das ein Anliegen ist, die Hunde freizukriegen. Es sind natürlich, wie gesagt, immer nur weniger und die anderen müssen da bleiben. Aber wir hätten halt gerne, dass es mehr werden. Und dazu trägt sowas eben auch.
SPEAKER_01Ja, und wir hatten ja schon zu Beginn, die Zahlen sind zumindest rückläufig. Also die Zahlen der Hunde, die genutzt werden. Jetzt dürfen die Zahlen der Hunde, die raus dürfen, steigen weiter Stück für Stück. Und dann ist es doch eine gute Entwicklung.
Abschluss Und Dank
SPEAKER_00Ja, das ist richtig. Es ist eine Entwicklung, die auch da ist. Aber vielen geht das halt auch nicht schnell genug. Nur anders wird es vermutlich nicht laufen können. Es ist traurig, aber man darf auch die Realität nicht außen augen. Benötigen gewisse Dinge zu unserem Leben. Und gerade deshalb muss man halt gucken, was man noch tun kann.
SPEAKER_01Ja, die Forschung geht weiter und können ja einfach nur hoffen, dass auch da weiter Möglichkeiten gefunden werden, das Ganze ohne Tiere zu machen.
SPEAKER_00Ja, es ist ja auch so, dass immer noch Institute dazukommen. Wir haben eigentlich jedes Jahr jemanden, der sagt, achso, ich habe von euch gehört und könnt ihr denn diesen Hund oder diese Katze eben auch noch nehmen und dann machen wir das auch und das ist ja auch ein Fortschritt auf irgendeine Art und Weise.
SPEAKER_01Ja, für die Laborkatzen braucht ihr jetzt einen Katzenpodcast noch, ne?
SPEAKER_00Wir arbeiten mit einem Tierheim zusammen, das uns recht viele Katzen abnimmt, weil wir natürlich, weil bei uns guckt man nach Hunden, man guckt nicht nach Katzen. Und dass es Katzen in den Laboren gibt, das ist nochmal ein ganz anderes Ding. Das wissen nämlich noch viel weniger Leute. Und das ist auch relativ neu. Im Moment haben wir keine, aber das wird auch wieder kommen. Und wir sind wirklich dankbar, dass sich irgendwo jemand findet, der Schutz ist.
SPEAKER_01Also, wenn ihr auch Katzen mögt, könnt ihr auch da bei der Laborbiegelhilfe nachfragen. Durch, ja. Ich danke dir sehr, sehr, sehr für die Zeit, die du dir genommen hast. So, neben Beruf und Alltag. Und ja, freue mich, dass wir darüber gesprochen haben. Hallo. Ja, sehr gern.
SPEAKER_00Vielen Dank.
Nachtrag: Stubenreinheit Und Alleinebleiben
Kanäle, Feedback, Unterstützung
SPEAKER_01Ja, dann bleibt noch kurz dran. Nachdem ich zu den anderen Tschüss gesagt habe, können wir ja nochmal kurz quatschen und dann, ja. Tschüss, ihr Lieben. Schön, dass ihr zugehört habt. Wie gesagt, schaut euch da mal um, sprecht drüber. Egal ob ihr einen Laborbeagel habt oder nicht, sprecht einfach drüber. Dankeschön. Tschüss. So, ich möchte noch zwei Sachen ergänzen, die wir dann im Nachgespräch nochmal angesprochen hatten, worüber wir gedacht haben, ach man, hätte eigentlich auch durchaus noch reingekonnt, die Folge. Zum einen, dass die Laborbeagel natürlich, wenn sie ankommen, erstmal nicht stubenrein sind, aber dass wir jeder andere Hund auch lernen. Also ihr geht dann vor wie mit einem Welpen und bringt dem das nochmal bei. Die einen werden schneller Stuben rein, die anderen nicht ganz so schnell. Auch das ist ein ganz normales Ding. Und das andere ist das Thema Aline bleiben. Natürlich kennt so ein Laborbeagel, es überhaupt nicht alleine zu bleiben. Das heißt, auch da, wenn er ein neuen das Zuhause kommt, muss er erstmal das Alleine bleiben lernen, wie auch jeder andere Hund, der neu in ein Zuhause kommt. Und auch da gibt es Geschenke, die das sehr schnell, sehr gut machen. Oder Hunde, wo es länger dauert, bis sie es lernen oder die es vielleicht auch nie lernen. Und auch das ist ja etwas, was, egal ob ihr einen Welpen holt oder einen Hund aus dem Tierschutz oder woher auch immer ihr einen Hund bekommt, was euch immer passieren kann. Also sowohl, dass ihr ganz und gar einfache, in Anführungsstrichen, Hunde bekommt, die alles so mitmachen und mit nichts ein Thema haben, als auch, dass ihr am anderen Ende der Skala landen könnt, wenn ihr Pech habt und das so überhaupt nicht funktioniert. Aber im Durchschnitt sind quasi alle Laborbiegel normale Hunde, die sowohl die Stubenreinheit lernen können, als auch das alleine bleiben, aber es halt nicht einfach so mitbringen. Und jetzt noch ganz kurz zu Spotify. Ich habe letztens durch Jana erfahren, dass es bei Spotify auf die ein oder andere Folge Kommentare gibt. Tatsächlich zeigt mir das Spotify nicht an. Also wenn ihr wollt, dass ich Dinge auch wirklich mitbekomme, müsst ihr euch leider, leider, leider entweder bei Instagram melden oder über die Links in den Shownotes, über Steady gibt es eine Kontaktmöglichkeit zu mir, wenn ihr sagt, ihr seid gar nicht bei Instagram. Aber Facebook geht bei mir komplett unter. Spotify, da habe ich keinen Creator-Account, sondern die Folgen werden von dem Podcast-Host hochgeladen und landen halt auf allen Plattformen. Das heißt auch andere Plattformen. Ich kriege keine Kommentare mit. Ich habe nicht auf jeder einzelnen Plattform einen einzelnen Account. Spotify habe ich jetzt mit meinem privaten Account beantwortet, habe Spotify aber eigentlich fast schon vom Handy gelöscht aus für mich moralischen Gründen, weil ich Spotify nicht mehr unterstützen möchte. Der Podcast bleibt da, weil ich weiß, dass sehr, sehr viele Leute denen darüber halt hören. Ich würde mich aber freuen, wenn ihr vielleicht auch mal drüber nachdenkt, ob es sinnvoll ist, bei Spotify zu bleiben und ob es nicht gute Alternativen gibt. Gerade Podcasts kann man auch prima, finde ich, über Pocketcast hören. Es gibt sehr gute Plattformen für Musik, wo die Künstler auch tatsächlich ein bisschen Geld erhalten und nicht bloß so einen Witz wie bei Spotify. Und wo die Menschen, die ganz oben im Konzern sitzen, das Geld nicht in Waffen und KI gesteuerte Waffensysteme investieren. So, Politik Ente, das jedenfalls, ich sehe die Kommentare da nicht. Ja, und wenn ich einmal dabei bin, dann kann ich euch natürlich auch nochmal sagen, ich freue mich über jede Rückmeldung von euch, ich freue mich über jede Nachricht, die ich bekomme. Manche erreicht mich über WhatsApp, manche über die Instagram-Privatnachrichten oder halt unter den Reels. Und ja, das ist für mich wirklich mega wertvoll und da freue ich mich sehr. Und wenn ihr etwas in den Hut werfen mögt, dann schaut bei Steady vorbei. Dort findet ihr auch die Bankverbindung, wenn ihr sagt, eine einmalige Überweisung ist euch lieber oder so ein Dauerauftrag, wo tatsächlich nicht 40% Steady-Gebühren abgehen, dann macht es vielleicht darüber. Und ansonsten viel Spaß beim Weiterhören und die nächsten Folgen kommen bestimmt. Bis bald!
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